Tag der Bildung

Am 8. Dezember soll in ganz Deutschland das Thema Bildung gezielt und auf neue Weise in die öffentliche Diskussion gebracht werden.

Warum gibt es den Tag der Bildung?

Der Stifterverband, die SOS Kinderdörfer weltweit und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung haben den Tag der Bildung ins Leben gerufen. Als alljährlicher Termin soll er regelmäßig höchstmögliche Aufmerksamkeit für das Thema Bildung erreichen – in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Denn Bildung sichert unsere Zukunft. Doch oft bleibt es bei Lippenbekenntnissen, wenn es um Bildung geht. Häufig fehlt es an Geld, manchmal auch an Ideen. Die Initiatoren möchten das ändern und machen sich deshalb mit vereinten Kräften für Chancengerechtigkeit in der Bildung stark.

Die gemeinnützige Arbeit der drei Organisatoren folgt dem Gedanken, dass jeder Mensch die Möglichkeit bekommen soll, das Beste aus seinen Begabungen und seinem Leben zu machen – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.

Tag der Bildung 2016

Am 8. Dezember 2016 begingen die Initiatoren den Tag der Bildung unter der Schirmherrschaft von Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen, die als Präsidentin die Kultusministerkonferenz leitet, mit einer Veranstaltung in Berlin. In zwei Panels haben die Vorsitzenden der politischen Jugendorganisationen und weitere Gäste wie Sebastian Turner (Herausgeber Tagesspiegel) oder Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (Hertie School of Governance) über das Schwerpunktthema "Vielfalt" diskutiert und dabei erörtert, wie wir gemeinsam für mehr Bildungschancen sorgen können. Moderiert wird die Veranstaltung von Michel Abdollahi (NDR).
Pressemitteilung zum Tag der Bildung 2016
Detailliertes Veranstaltungsprogramm

Zum 8. Dezember entstand außerdem eine digitale Bildungskette. Ein Foto mit ausgestreckten Armen verband viele Menschen untereinander im Web, die sich eine chancengerechte Bildung in und für eine vielfältige Gesellschaft wünschen. Über den Hashtag #Bildungskette ist die Bildungskette auf Twitter, Facebook und Instagram zu finden.

Tag der Bildung 2015

Zur Auftaktveranstaltung am ersten Tag der Bildung am 8. Dezember 2015 versammelten sich geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im FAZ-Atrium Berlin. Im Mittelpunkt der Redebeiträge und Diskussionen stand die Bildungsgerechtigkeit. Die Initiatoren des Tags der Bildung forderten vor dem Hintergrund der zahlreichen Schutzsuchenden im Jahr 2015 nachdrücklich Bildungschancen für alle.

"Bildung ist kein Luxusthema. Wir sehen die dringende Notwendigkeit, uns als Vertreter der Zivilgesellschaft mit aller Kraft für die Chancengerechtigkeit beim Bildungszugang zu engagieren“, erklärt Elke Völmicke, Geschäftsführerin des Talentförderzentrums Bildung & Begabung als Vertreterin des Stifterverbandes.

Die Initiatoren des Tags der Bildung stellten ihre Pläne vor: Sie wollen neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft gerade Bildungspraktiker, Schüler und Studierende, aber auch Engagierte außerhalb der staatlichen Institutionen, in einen Bottom-up-Prozess zur Verbesserung von Bildungschancen bringen. Bis zum nächsten Tag der Bildung sollen Handlungsfelder und wirksame Lösungsideen identifiziert werden. Darüber hinaus denken die Initiatoren über neue Wege der Bildungsfinanzierung nach.

Die drei Initiatoren wollen den Tag der Bildung alljährlich als festen Termin etablieren, um dem Thema Bildung damit regelmäßig höchstmögliche Aufmerksamkeit zu sichern. Sie sehen außerdem vor, sich überparteiliche Fürsprecher in den Parlamenten zu suchen sowie Bildung auf die Agenda des Europäischen Tags zu bringen. Damit wollen sie den Tag der Bildung in absehbarer Zeit auch auf europäischer Ebene etablieren.

Das Eröffnungsgrußwort der Auftaktveranstaltung sprach der luxemburgische Bildungsminister Claude Meisch. Anschließend folgten Impulsvorträge der drei Initiatoren und eine Paneldiskussion. Teilnehmer waren Dr. Stefan Kaufmann, Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Prof. Dr. Klaus Semlinger, Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die ehemalige hessische Bildungsministerin Nicola Beer sowie Tim Achtermeyer, Stadtverordneter der Bundesstadt Bonn. Das Schlusswort sprach Renate Harant, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Auftaktveranstaltung am 8. Dezember 2015: "Bildung sollte für soziale Gerechtigkeit sorgen."

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Für die Zukunft der Bildung wünschen wir uns ...

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Die Initiatoren

Die Initiatoren des Tags der Bildung bündeln ihre Kräfte für ihr gemeinsames Ziel, das Thema Bildung in den Mittelpunkt zu rücken und eine neue gesamtgesellschaftliche Bildungsdebatte anzustoßen:

  • Der Stifterverband ist die Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die als einzige ganzheitlich in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Er setzt sich für ein leistungsfähiges Bildungssystem ein, für starke Forschungseinrichtungen und für eine fruchtbare Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft.
     
  • Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind ein unabhängiges, nichtstaatliches und überkonfessionelles Hilfswerk für Kinder, das weltweit aktiv ist. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, verlassene und Not leidende Kinder in eine bessere Zukunft zu begleiten.
     
  • Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung engagiert sich dafür, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können. Dafür stößt sie Veränderungsprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf sowie in der Familien- und lokalen Jugendpolitik.
     
Foto: Gero Breloer
Aktionstag in Berlin am 8. Dezember 2015: Kinder schreiben ihre Bildungswünsche auf einen riesigen Papierflieger vor dem Brandenburger Tor.
Foto: Gero Breloer
Welche Wünsche haben Kinder für die Zukunft der Bildung? Zum Beispiel dass alle lernen dürfen.
Foto: Gero Breloer
Die Projektpartner des Tags der Bildung bei der Aktion am 8. Dezember 2015 vor dem Brandenburger Tor