Tag der Bildung

Am 8. Dezember soll in ganz Deutschland das Thema Bildung gezielt und auf neue Weise in die öffentliche Diskussion gebracht werden.

Website zum Tag der Bildung

Warum gibt es den Tag der Bildung?

 
Der Stifterverband, die SOS Kinderdörfer weltweit und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung haben den Tag der Bildung ins Leben gerufen. Als alljährlicher Termin soll er regelmäßig höchstmögliche Aufmerksamkeit für das Thema Bildung erreichen – in ganz Deutschland und darüber hinaus.

Denn Bildung sichert unsere Zukunft. Doch oft bleibt es bei Lippenbekenntnissen, wenn es um Bildung geht. Häufig fehlt es an Geld, manchmal auch an Ideen. Die Initiatoren möchten das ändern und machen sich deshalb mit vereinten Kräften für Chancengerechtigkeit in der Bildung stark.

Die gemeinnützige Arbeit der drei Organisatoren folgt dem Gedanken, dass jeder Mensch die Möglichkeit bekommen soll, das Beste aus seinen Begabungen und seinem Leben zu machen – unabhängig von Herkunft oder Hintergrund.

 

Tag der Bildung 2017

Foto: Piero Chiussi
Foto: Piero Chiussi
Foto: Piero Chiussi
Foto: Piero Chiussi
Foto: Piero Chiussi
Foto: Piero Chiussi

 
Im Jahr 2017 stand am 8. Dezember das Thema "Berufliche Bildung" im Fokus. Überall in Deutschland fanden verschiedene Aktionen statt. Auf der zentralen Veranstaltung in Berlin sprach Karin Prien, Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur Schleswig-Holstein, für die Kultusministerkonferenz über berufliche Bildung als zweiten Königsweg. Etwa die Hälfte aller Jugendlichen in Deutschland beginnt nach dem Schulabschluss eine Berufsausbildung. Für sie sind berufliche Schulen wichtige Lern-, Bildungs- und Lebensorte. Anders als die Ausbildung im Betrieb und verglichen mit anderen Schulformen erhalten sie jedoch nur wenig politische und öffentliche Aufmerksamkeit. Dabei gehört die Frage, wie die Qualität der beruflichen Bildung in Deutschland gesichert werden kann, in Zeiten von Fachkräftemangel und scheinbarem Akademisierungswahn zu den wichtigen gesellschaftspolitischen Themen.

Wie gehen berufliche Schulen mit aktuellen Herausforderungen wie der Digitalisierung der Arbeitswelt oder der Integration geflüchteter Jugendlicher um? Wie gut gelingt es ihnen, trotz zunehmender Vielfalt alle Schüler individuell zu fördern? Wie stark sind sie vom Fachkräftemangel betroffen und was können sie dazu beitragen, Ausbildungsabbrüche zu verringern? Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft diskutierten, wie berufliche Bildung neben der akademischen Bildung bestehen kann – im Hinblick auf Deutschland sowie weltweiten Erfolgsmodellen.

Programm der zentralen Veranstaltung am 8. Dezember 2017

 

Vom Tatort in den Friseursalon: Oliver Mommsen war einen Tag Azubi

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Um ein Zeichen für die Ausbildung im dualen System zu setzen, stellte sich Tatort-Kommissar Oliver Mommsen als Azubi für einen Tag zur Verfügung. Am 14. Februar 2018 besuchte er den Friseursalon Haarphilosophie in Potsdam.

Anlass des Besuchs war ein Gewinnspiel im Rahmen des Tags der Bildung 2017. Es ging darum, zu zeigen, dass hinter Ausbildungsberufen viel mehr steckt, als man denkt. Denn trotz Azubimangels, Akademisierung oder fehlender Ausbildungsreife bewährt sich die berufliche Bildung als gleichwertige Alternative zur akademischen Ausbildung. Auch Tatort-Kommissar Oliver Mommsen unterstützt den Tag der Bildung und setzte mit seinem Einsatz als Friseurlehrling ein Zeichen für die berufliche Ausbildung.

Gewinner des Wettbewerbs waren die Auszubildenden des Friseursalons Haarphilosophie in Potsdam. "Meine Azubis schenken unseren Kunden eine Auszeit vom Alltag. Sie sind mit Liebe, Leidenschaft, Ehrgeiz und Fleiß dabei. Handwerk kann jeder lernen ... Leidenschaft hat man im Herzen", so Inhaberin Katja Trowe. Auch Oliver Mommsen zeigte sich beeindruckt von den Erlebnissen seines Probetags im Salon: "Ich war überrascht, wie vielseitig und abwechslungsreich der Beruf ist. Mir war gar nicht klar, wie groß die Verantwortung ist, die schon die Auszubildenden übernehmen", staunte Oliver Mommsen.

 

Tag der Bildung 2016

Am 8. Dezember 2016 begingen die Initiatoren den Tag der Bildung unter der Schirmherrschaft von Dr. Claudia Bogedan, Senatorin für Kinder und Bildung der Freien Hansestadt Bremen, die als Präsidentin die Kultusministerkonferenz leitet, mit einer Veranstaltung in Berlin. In zwei Panels haben die Vorsitzenden der politischen Jugendorganisationen und weitere Gäste wie Sebastian Turner (Herausgeber Tagesspiegel) oder Prof. Dr. Klaus Hurrelmann (Hertie School of Governance) über das Schwerpunktthema "Vielfalt" diskutiert und dabei erörtert, wie wir gemeinsam für mehr Bildungschancen sorgen können. Moderiert wird die Veranstaltung von Michel Abdollahi (NDR).

Zum Tag der Bildung 2016 entstand außerdem eine digitale Bildungskette. Ein Foto mit ausgestreckten Armen verband viele Menschen, die sich eine chancengerechte Bildung in und für eine vielfältige Gesellschaft wünschen. untereinander im Web, auf Twitter, Facebook und Instagram.

Pressemitteilung zum Tag der Bildung 2016
Detailliertes Veranstaltungsprogramm

Tag der Bildung 2015

Foto: Gero Breloer

Zur Auftaktveranstaltung am ersten Tag der Bildung am 8. Dezember 2015 versammelten sich geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im FAZ-Atrium Berlin. Im Mittelpunkt der Redebeiträge und Diskussionen stand die Bildungsgerechtigkeit. Die Initiatoren des Tags der Bildung forderten vor dem Hintergrund der zahlreichen Schutzsuchenden im Jahr 2015 nachdrücklich Bildungschancen für alle.

"Bildung ist kein Luxusthema. Wir sehen die dringende Notwendigkeit, uns als Vertreter der Zivilgesellschaft mit aller Kraft für die Chancengerechtigkeit beim Bildungszugang zu engagieren“, erklärt Elke Völmicke, Geschäftsführerin des Talentförderzentrums Bildung & Begabung als Vertreterin des Stifterverbandes.

Die Initiatoren des Tags der Bildung stellten ihre Pläne vor: Sie wollen neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft gerade Bildungspraktiker, Schüler und Studierende, aber auch Engagierte außerhalb der staatlichen Institutionen, in einen Bottom-up-Prozess zur Verbesserung von Bildungschancen bringen. Bis zum nächsten Tag der Bildung sollen Handlungsfelder und wirksame Lösungsideen identifiziert werden. Darüber hinaus denken die Initiatoren über neue Wege der Bildungsfinanzierung nach.

Die drei Initiatoren wollen den Tag der Bildung alljährlich als festen Termin etablieren, um dem Thema Bildung damit regelmäßig höchstmögliche Aufmerksamkeit zu sichern. Sie sehen außerdem vor, sich überparteiliche Fürsprecher in den Parlamenten zu suchen sowie Bildung auf die Agenda des Europäischen Tags zu bringen. Damit wollen sie den Tag der Bildung in absehbarer Zeit auch auf europäischer Ebene etablieren.

Das Eröffnungsgrußwort der Auftaktveranstaltung sprach der luxemburgische Bildungsminister Claude Meisch. Anschließend folgten Impulsvorträge der drei Initiatoren und eine Paneldiskussion. Teilnehmer waren Dr. Stefan Kaufmann, Obmann der CDU/CSU-Fraktion im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Prof. Dr. Klaus Semlinger, Präsident der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die ehemalige hessische Bildungsministerin Nicola Beer sowie Tim Achtermeyer, Stadtverordneter der Bundesstadt Bonn. Das Schlusswort sprach Renate Harant, Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Jugend und Familie im Abgeordnetenhaus von Berlin.

Pressemitteilung zum Tag der Bildung 2015
Studie: Was junge Erwachsene vom Bildungssystem halten

Die Initiatoren

Die Initiatoren des Tags der Bildung bündeln ihre Kräfte für ihr gemeinsames Ziel, das Thema Bildung in den Mittelpunkt zu rücken und eine neue gesamtgesellschaftliche Bildungsdebatte anzustoßen:

  • Der Stifterverband ist die Gemeinschaftsinitiative von Unternehmen und Stiftungen, die als einzige ganzheitlich in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Innovation berät, vernetzt und fördert. Er setzt sich für ein leistungsfähiges Bildungssystem ein, für starke Forschungseinrichtungen und für eine fruchtbare Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft.
     
  • Die SOS-Kinderdörfer weltweit sind ein unabhängiges, nichtstaatliches und überkonfessionelles Hilfswerk für Kinder, das weltweit aktiv ist. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, verlassene und Not leidende Kinder in eine bessere Zukunft zu begleiten.
     
  • Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung engagiert sich dafür, dass junge Menschen in unserem Land gut aufwachsen können. Dafür stößt sie Veränderungsprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf sowie in der Familien- und lokalen Jugendpolitik.