Studierende des Jahres

Mit der Auszeichnung sollen Studierende ausgezeichnet werden, die über ihr Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement zeigen.

Es gibt viele unter den 2,8 Millionen Studierenden, die über ihr Fachstudium hinaus in Staat und Gesellschaft, Politik und Vereinen ehrenamtlich und altruistisch engagiert sind, häufig auch in studiennahen Bereich. Der Deutsche Hochschulverband und das Deutsche Studentenwerk wollen diesen Studierenden Aufmerksamkeit verschaffen. Er ist mit 5.000 Euro dotiert und wird vom Stifterverband gestiftet. Das Preisgeld steht zur freien Verfügung.

 

Ausschreibung 2017

Für die Auszeichnung in Betracht kommen Studierende bzw. Studierendenteams, die ein über die Leistungen im Studium hinausgehendes, herausragendes Engagement vorweisen können, das möglichst einzigartig und innovativ sein sollte. Es besteht keine Beschränkung, in welcher Art und Weise dies gelungen ist. Das Engagement kann, muss aber nicht im direkten Bezug zur Hochschule stehen.

Vorgeschlagen werden kann jeder Studierende einer deutschen Hochschule oder jeder deutsche Studierende an einer ausländischen Hochschule, der sein Studium zum Ablauf des Wintersemesters 2017/18 noch nicht abgeschlossen hat. Nominierungsberechtigt ist jeder. Es kann eine Einzelperson oder eine Gruppe von Studierenden vorgeschlagen werden. Die Studienrichtung ist unerheblich.

Die Frist zum Vorschlag endet am 31. Dezember 2017.

Vorschläge bedürfen der Schriftform. Sie müssen die Namen der Vorgeschlagenen, die Hochschule, der sie angehören, und eine maximal zweiseitige Begründung des Vorschlags enthalten, die das Verdienst der Vorgeschlagenen skizziert. Aussagefähige Unterlagen über die Leistung der Vorgeschlagenen können beigefügt werden. Die Unterlagen sind an die Geschäftsstelle des Deutschen Hochschulverbandes zu richten:
Deutscher Hochschulverband
"Student/-in des Jahres"
Rheinallee 18-20
53173 Bonn

Der Deutsche Hochschulverband und das Deutsche Studentenwerk besetzen paritätisch eine unabhängige, sechsköpfige Jury. Sie kann auch nicht vorgeschlagene Studierende prämieren.

Weitere Informationen bei:
Dr. Matthias Jaroch
Deutscher Hochschulverband
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
T 0228 90266-15
E-Mail senden

Detaillierte Ausschreibung (PDF)

 

Preisträger 2016

Eine Gruppe von Architektur-Studierenden der Technischen Universität Kaiserslautern haben von Mitte August bis Ende Oktober 2016 gemeinsam mit 25 Geflüchteten einen Holz-Pavillon als Gemeinschaftshaus selbst entworfen, geplant und gebaut. Das rund 500 Quadratmeter große Gebäudeensemble auf dem Gelände der ehemaligen "Spinelli Barracks" der amerikanischen Streitkräfte wurde im November 2016 nach äußerst kurzer Bauzeit eingeweiht.

Die 16 Studierenden wendeten für das Projekt, das sie im Sommersemester 2016 entworfen hatten, die gesamten Sommersemesterferien 2016 auf sowie den Beginn des Wintersemesters 2016/2017. Sie machten alles selbst: vom Entwurf am Computer bis zur Arbeit auf der Baustelle. Während der Bauzeit wohnten sie gemeinsam mit Geflüchteten in der Landeserstaufnahmeeinrichtung.

Den Geflüchteten standen in dieser Einrichtung bisher keine Gemeinschafts- oder Begegnungsräume zur Verfügung - das wollten die Studierenden ändern. Die Geflüchteten selbst wurden bereits zur Erstellung des Raumprogramms in den Planungsprozess miteinbezogen; sie bauten im Team mit und konnten sich so handwerkliche Fähigkeiten aneignen. Das Land Baden-Württemberg hat das Projekt finanziert, die Stadt Mannheim hat es unterstützt.

Betreut wurden die 16 Studierenden von drei Professoren im Fachbereich Architektur der TU Kaiserslautern: Juniorprofessor Stefan Krötsch, Juniorprofessor Andreas Kretzer und Professor Jürgen Graf.

Sie schreiben über das Projekt: "Die Studierenden erarbeiteten sich durch das Projekt die Möglichkeit, erstmals einen eigenen Entwurf umzusetzen. Die beteiligten Flüchtlinge eigneten sich fachliche Fähigkeiten und Sprachkenntnisse an, von denen sie profitieren, selbst wenn die meisten von ihnen in ihre Herkunftsländer werden zurückkehren müssen." Geflüchtete und Studierende hätten viel voneinander gelernt; im Alltag und auf der Baustelle habe eine gute Stimmung geherrscht, schreiben die drei Professoren weiter.

Das Projekt hat die DHV/DSW-Jury überzeugt; sie kürte die Kaiserslauterer Architektur-Studierenden aus insgesamt 89 eingegangenen Nominierungen zu den "Studierenden des Jahres".

Mehr Info zum Projekt auf der Website der TU Kaiserslautern

Preisträger 2015

Student des Jahres 2015: Christoph Lüdemann

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Video: Deutscher Hochschulverband

Christoph Lüdemann, Student und Doktorand der Humanmedizin und Masterabsolvent in Wirtschaftswissenschaften der Universität Witten/Herdecke, ist der erste Preisträger. Er hat mit seinen Mitstreitern ein in Afrika tätiges Entwicklungshilfe-Start-up gegründet und zielt mit dem Hilfsverein l'appel auf Nachhaltigkeit, Vernetzung und Hilfe zur Selbsthilfe. Die Studierenden werben beispielsweise Spendengelder für Stipendien ein, denn nur durch Bildung lassen sich Armut und gesellschaftliche Rückständigkeit überwinden.

Artikel zum Preisträger auf SPIEGEL online
TV-Beitrag im Campus Magazin auf ARD alpha