Science Scorecard

Wissen messen, Regionen gestalten: Das Projekt Science Scorecard analysiert, wie sich Wissensregionen entwickeln. Dazu vereint es Kennzahlen und Prozesse, die für eine wissensbasierte Stadt- und Regionalentwicklung stehen. Das Ziel: Regionale Wissenspotenziale werden sichtbarer und können so besser ausgeschöpft werden.

Microsite zur Science Scorecard

In diesem Projekt wird die "wissensbasierte Stadt- und Regionalentwicklung" untersucht, also die gezielte Gestaltung von Rahmenbedingungen für Innovationen in Wirtschaft und Wissenschaft in einer Region oder Stadt. An diesem Gestaltungsprozess sind unterschiedliche Akteure beteiligt – die Politik, wissenschaftliche Einrichtungen, Wirtschaftsverbände, Stiftungen und Förderer, die Zivilgesellschaft. Sie bringen sich strategisch und im Rahmen konkreter Maßnahmen ein. Dabei geht es um einen gemeinsamen Prozess der Anerkennung, Integration und Förderung von Wissensproduktion und Wissensrezeption als bedeutende Standortfaktoren. 

Mit der Science Scorecard entsteht eine Darstellung dieser Prozesse in 13 beteiligten Städten und Regionen. Im Zusammenspiel quantitativer und qualitativer Aussagen entsteht ein differenziertes Regionalprofil. Damit wird die Science Scorecard zu einem Instrument, mit dem sich auf solider Basis Strategie- und Investitionsentscheidungen für eine Regionalentwicklung treffen und begründen lassen, die Wissen und Wissenschaft aktiv als Standortfaktoren wahrnimmt und fördert.

Beteiligte Städte und Regionen

  • Bielefeld
  • Bochum
  • Braunschweig-Wolfsburg
  • Chemnitz
  • Darmstadt
  • Dresden
  • Halle/Saalekreis
  • Kaiserslautern
  • Lübeck
  • Münster
  • Potsdam
  • Regensburg
  • Schwabenbund bei Ulm
Foto: Jörg Scheibe
Für die Stärkung und Weiterentwicklung der Forschungs- und Wissenschaftsregion bildet in der Region um Braunschweig und Wolfsburg die Allianz für Wissenschaft das Dach.
Foto: IHK Ulm
Die Akteure im Schwabenbund engagieren sich gemeinsam, um den Wissens- und Technologietransfer in der Region noch weiter zu stärken und entsprechende Netzwerke zusätzlich auszubauen.
Foto: Peter Ferstl/Stadt Regensburg
Regensburg war mit dem Projekt Faktor K im Finale des Wettbewerbs Stadt der Wissenschaft. Nun sollen Wissen und Potenziale der Region so umfassend erschlossen werden, dass sie sich jederzeit mobilisieren lassen.
Foto: FH Potsdam
Das Thema Wissenschaft wird als Markenbaustein der Stadt weiter gestärkt: Durch gemeinsame Spitzenforschung eng mit Berlin und dem Land Brandenburg verbunden, ist Potsdams eigenes wissenschaftliches Portfolio zentral für die Stadt.
Foto: HS Kaiserslautern
Mit einem Ideenwettbewerb war die Stadt Kaiserslautern bereits im Finale des Wettbewerbs Stadt der Wissenschaft. Jetzt sollen die Strukturen von Wirtschaft und Wissenschaft in der Region Westpfalz noch transparenter werden.
Foto: André Grabowski, Presseamt der Stadt Bochum
Unter der Dachmarke UniverCity Bochum treiben Bochumer Akteure gemeinsam die Positionierung als Stadt der Wissenschaft und Bildung voran.
Foto: Uwe Lück, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld
Die wissensbasierte Stadtentwicklung vor Ort soll die Kreativprozesse in der Stadt Bielefeld stärken und den Austausch mit der Wirtschaft einbeziehen.
Foto: Münster Marketing/MünsterView
Wissenschaft und Lebensart bilden die programmatische Klammer für Münsters Stadtentwicklung. Dabei greift Münster auf eine lange Tradition als Universitätsstadt zurück.
Foto: Wissenschaftsstadt Darmstadt
Darmstadt trägt den Titel Wissenschaftsstadt ganz offiziell. Durch wissensbasierte Stadtentwicklung soll die Stadt auch zu einer Green City werden, die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit umsetzt.
Foto: Univations GmbH
Die Stadt Halle und der umliegende Saalekreis funktionieren zusammen als Wissenschaftsregion und verfolgen gemeinsam das Ziel, Wissenschaft als regionales Entwicklungsthema zu stärken.
Foto: TUD/Eckold
In der Region Dresden will man eine Vielzahl von Angeboten vor allem im Bereich des Wissens- und Technologietransfers bündeln und Synergien weiter stärken.
Foto: TU Chemnitz/Katharina Thehos
Der Kammerbezirk Chemnitz und die Wissenschaftsregion Chemnitz/Freiberg tun sich zusammen, um die hohe Wissenschafts- und Wirtschaftsdichte vor Ort noch besser nutzbar zu machen.
Foto: Rautenberg, Wirtschaftsförderung Lübeck
Die Hansestadt Lübeck ist Ursprungsort der Science Scorecard. Sie unterstützt die Region dabei, ihre wirtschaftliche und wissenschaftliche Entwicklung weiter voranzutreiben.

Konzept

Die Science Scorecard ist von der in der Wirtschaft verbreiteten Balanced Scorecard klar zu unterscheiden. Das Grundprinzip beider Konzepte ist bekannt aus dem Sport: Auf einer Scorecard werden Leistungsstände in Teildisziplinen gemessen. Daraus ergibt sich ein facettenreiches Profil, das sich mit anderen Profilen vergleichen lässt und sich im Zeitverlauf entwickelt. Beide Methoden dienen der Entwicklung und Bewertung von übergeordneten Strategien. 

Im Gegensatz zur Balanced Scorecard aber analysiert die Science Scorecard regionale Strategien und berücksichtigt dafür eine weitaus größere Vielzahl von Akteuren, Teilprozessen und Teilzielen. Neben quantitativen Daten werden auch qualitative Daten herangezogen, um Potentiale und Erfolge der wissensbasierten Stadt- und Regionalentwicklung vor Ort zu erfassen. Sie beschreiben unter anderem strategische Ansätze, Transferaktivitäten, regionale Netzwerke, aber auch Willkommenskulturen oder die regionale Sichtbarkeit der Wissenschaft.

Idee

Städte und Regionen profitieren, wenn es dort gelingt, vorhandenes Wissen als Standortvorteil zu entwickeln. Dabei helfen aktive bereichsübergreifende Netzwerke und eine integrative Wissenskommunikation. Belege dafür finden sich in vielen der Städte, die am Wettbewerb Stadt der Wissenschaft teilgenommen haben. 

In Lübeck, Stadt der Wissenschaft 2012, hat die Wissenschaftsmanagerin Dr. Iris Klaßen die Idee zur Science Scorecard entwickelt. In der Wissenschaftsstatistik GmbH im Stifterverband wird das Konzept nun im Rahmen eines praxisbezogenen Forschungsprojektes weiterentwickelt und gemeinsam mit Dr. Iris Klaßen umgesetzt.

Kontakt

Dr. Johannes Staemmler

ist wissenschaftlicher Leiter im Projekt "Science Scorecard" in der Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes.

T 030 322982-532
F 030 322982-515

E-Mail senden

Ulrike Tiefenbacher

leitet die Projektkommunikation zu "Science Scorecard" in der Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes.

T 030 322982-533
F 030 322982-515

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Kooperationspartner

Dr. Iris Klaßen
Wissenschaftsmanagement Lübeck
T 0451 707826-20
E-Mail senden

Beirat

Prof. David B. Audretsch, Ph.D., Indiana University
Dr. Elke Becker, Deutsches Institut für Urbanistik
Dr. Christof Eichert, Herbert-Quandt-Stiftung
Franz-Reinhard Habbel, Deutscher Städte- und Gemeindebund
Dr. Iris Klaßen, Wissenschaftsmanagement Lübeck
Prof. Dr. Ulf Matthiesen, Humboldt-Universität Berlin
Dr. Christian Rammer, ZEW Mannheim