Förderwettbewerb MINT-Regionen

Eine Initiative von Körber-Stiftung und Stifterverband zum Aufbau regionaler MINT-Netzwerke

Ein innovationsstarkes Deutschland braucht gut ausgebildeten MINT-Nachwuchs (MINT: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). In den vergangenen Jahren sind deshalb zahlreiche Initiativen für die naturwissenschaftlich-technische Bildung entstanden.

Eine wesentliche Herausforderung besteht aktuell darin, die in den Regionen vorhandenen MINT-Angebote besser aufeinander abzustimmen. Das gelingt nur, wenn die Akteure vor Ort an einem Strang ziehen, gemeinsame Ziele formulieren und ihre Maßnahmen entsprechend koordinieren. Im besten Fall entsteht so eine konsistente MINT-Förderkette, die optimal auf die regionalen Bedarfe zugeschnitten ist.

Regionale Netzwerke für die MINT-Bildung, kurz MINT-Regionen, sind ein wichtiger strategischer Ansatz, um die Qualität der naturwissenschaftlich-technischen Bildung nachhaltig zu verbessern. Das zeigen viele gute Beispiele in ganz Deutschland. Mit dem Förderwettbewerb treiben Stifterverband und Körber-Stiftung diese Entwicklung weiter voran und unterstützen MINT-Engagierte beim Aufbau neuer Netzwerke in Städten und Gemeinden.

 

Förderung

Eine Jury von Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung hat aus über 40 Bewerbungen sieben regionale Netzwerk-Konzepte prämiert. Sie erhalten eine Anschubfinanzierung von bis zu 30.000 Euro. Die Gewinner profitieren zusätzlich von einem umfangreichen Fortbildungs- und Beratungsangebot, das von Netzwerkmanagement über Öffentlichkeitsarbeit bis Finanzierung die unterschiedlichen Dimensionen von Netzwerkarbeit umfasst. Förderzeitraum: zwei Jahre ab Frühjahr 2017.

Am 27./28. April 2017 findet das erste gemeinsame Treffen mit Vertretern der sieben ausgewählten MINT-Regionen in der Körber-Stiftung in Hamburg statt.
Mehr Info zur Auftaktveranstaltung

 

Die geförderten Netzwerk-Konzepte

Landkreis Harburg (Niedersachsen)

Die zukunftswerkstatt buchholz für den Landkreis Harburg (zwb) wurde in einer gemeinschaftlichen Aktion von Politik, Unternehmen, Stiftungen, Verbänden und Schulen aus der Region gegründet, um Kinder und Jugendliche für MINT-Themen zu begeistern und dadurch dem bedrohlich zunehmenden Fachkräftemangel wirksam zu begegnen. Seit Aufnahme ihres Betriebes im Jahr 2012 arbeitet die zwb in Abstimmung mit den diversen regionalen Stakeholdern im MINT-Bereich daran, ihrem Auftrag gerecht zu werden. Der Aufbau eines regionalen MINT-Netzwerkes stellt eine konsequente Weiterführung dar und würde den bisherigen Bemühungen eine klare Struktur geben. Aufgrund der bisherigen Entwicklung erscheint es naheliegend, dass die zwb die Federführung im Aufbau des Netzwerkes übernimmt. Eine Förderung im Rahmen des Wettbewerbes MINT-Regionen kann dabei helfen, das geplante Netzwerk in einer Weise zu strukturieren, dass es sich zu einer dauerhaften Einrichtung entwickeln kann.

Gemeinsames strategisches Ziel der Netzwerkpartner ist die Förderung des Interesses an MINT in der Region. Dieses gesteigerte Interesse sollte die Anzahl Jugendlicher, die sich für eine MINT-nahe Ausbildung oder einen MINT-Studiengang entscheiden, signifikant wachsen lassen. Die gewünschte Zunahme kann nur erreicht werden, wenn auch die Maßnahmen zur Förderung des MINT-Interesses der verschiedenen Altersgruppen entsprechende Zuwächse aufweisen. Dafür enthält der Antrag konkrete Zielvorgaben.

Gemeinsames Handeln lässt das gemeinsame strategische Ziel besser erreichen und stellt für alle Partner einen Mehrwert dar. Koordination und Bündelung der regionalen MINT-Aktivitäten vermeiden Parallelentwicklungen und Doppelansprachen. Das Zusammenrücken von Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Stiftungen und Politik führt zu einem besseren Verständnis der jeweiligen Interessenslage als Voraussetzung eines abgestimmten Vorgehens.

Zentrale Anlaufstelle des Netzwerkes soll die zukunftswerkstatt buchholz werden. Sie übernimmt Aufgaben im Bereich der Koordination, Organisation und Öffentlichkeitsarbeit, um die Vernetzung aller Partner miteinander zu stärken. Inhaltlich werden die Aufgaben größtenteils bei den Schulen, den Unternehmen, den Hochschulen, den Stiftungen, aber auch bei der zukunftswerkstatt liegen. Längerfristig soll sich der Organisationsaufwand auf maximal einen Tag pro Woche beschränken. Diese Tätigkeiten werden dann von der zukunftswerkstatt als Teil ihrer Aufgaben übernommen.

Die große Bereitschaft der MINT-Akteure, ihre Mitwirkung an dem geplanten Netzwerk durch ein Partnerschaftsschreiben zu dokumentieren, zeigt das große Interesse am gemeinsamen und abgestimmten Handeln. Mittlerweile hat sich die Ansicht durchgesetzt, dass nicht durch Einzelaktionen, sondern nur durch gemeinschaftliches Vorgehen die Gesellschaft von der Bedeutung der MINT-Bildung für die Zukunft unseres Landes überzeugt werden kann.

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Nordhessen/Kassel (Hessen)

Nordhessen hat in den letzten Jahren eine bemerkenswerte Entwicklung hinter sich: Aus der wirtschaftlich abgehängten und strukturschwachen Region, die im Schatten des südhessischen Rhein-Main-Gebiets lag, ist eine der dynamischsten Regionen Deutschlands geworden. Erkennbar ist diese Entwicklung nicht nur an den deutlich gesunkenen Arbeitslosenzahlen, sondern auch an diversen Auszeichnungen: 2013 erhielt die Universität Kassel vom Bundeswirtschaftsministerium für ihr Konzept zur Förderung von Unternehmergeist die Auszeichnung "EXIST-Gründerhochschule". Seit 2016 zählt die Europäische Kommission die Region zu den europaweiten "Innovation Leaders". Nordhessische Unternehmen zählen regelmäßig zu den Top 100, dem Benchmarking für Innovationsmanagement in Deutschland. Zahlreiche Ausgründungen aus der Universität Kassel sorgen mit ihren Innovationen national und international für Furore.

Die Region hat sich als international renommierter Standort für Wissenschaft, Forschung und Technologie etabliert. Dem entgegen stehen verhältnismäßig düstere demografische Aussichten: Nordhessen wird aktuellen Prognosen zufolge sehr stark vom MINT-Fachkräfteengpass betroffen sein. Das gefährdet die zukünftige Entwicklung des Standortes angesichts der zunehmenden Bedeutung von MINT-Fachkräften vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Wirtschaft. Zahlreiche Akteure haben bereits auf die Prognosen reagiert und Initiativen gestartet, mit denen sie MINT-Bildung praxisnäher und attraktiver machen wollen. Diese Vielfalt an Angeboten und Initiativen gilt es jetzt im Rahmen des MINT Forums Nordhessen sichtbar und die Informationen zugänglich zu machen – für MINT-Akteure genauso wie für interessierte Kinder und Jugendliche sowie deren Eltern und Lehrer in Nordhessen. So wird vermieden, dass sich Parallelstrukturen bilden, Fehlentwicklungen wiederholt oder wirkungsvolle Projekte nicht weitergeführt oder ausgeweitet werden.

Das vorrangige Ziel des MINT Forums Nordhessen wird deswegen sein, für mehr Transparenz zu sorgen, die Koordinierung der Angebote voranzutreiben, gemeinsam mit regionalen Partnern Formate zu entwickeln, die das Angebot ergänzen und durch gebündelte Aktionen mehr Öffentlichkeit für das Thema MINT zu schaffen. Der Stellenwert von MINT soll in der öffentlichen Wahrnehmung gezielt gesteigert werden, so dass er mittelfristig und langfristig deutlich verbessert wird. Nordhessen soll sich selbst als MINT-Region wahrnehmen und auch von außen als solche wahrgenommen werden. Nur dann kann eine effektive qualitätsvolle MINT-Bildung greifen und Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft nachhaltig alle vorhandenen Potenziale der Region ausschöpfen und Abwanderung verhindern.

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Nordthüringen/Nordhausen (Thüringen)

Die Hochschule Nordhausen hat in den vergangenen Jahren ihre MINT-Angebote zur Förderung von Schülern aus der Region stetig weiterentwickelt. Sie organisiert Angebote für verschiedene Zielgruppen aus dem MINT-Bereich. Neben jährlich vier Projektwochen zur Berufsorientierung in den MINT-Fächern an den Regelschulen und Gymnasien Nordthüringens, bietet die Hochschule Arbeitsgemeinschaften im MINT-Bereich für Schüler ab der 8. Klasse, Mentoring für Projektarbeiten und veranstaltet den Regionalwettbewerb Jugend forscht Nordthüringen.

Ziele der MINT-Region Nordthüringen sind das Verstetigen der Arbeit im Schülerforschungszentrum auf dem Campus der Hochschule als zentralen Anlaufpunkt für Schüler der Region Nordthüringen und das Erschließen der Region Nordthüringen mit flächendeckenden MINT-Angeboten. Die besondere Herausforderung der MINT-Region Nordthüringen liegt darin, Schülern, die nicht in der unmittelbaren Nähe von Nordhausen wohnen, einen einfacheren Zugang zu MINT-Angeboten zu ermöglichen. Um dies lösen zu können, sollen in Zusammenarbeit mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kommunen und Schulen flächendeckende MINT-Angebote geschaffen werden.

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Südliches Taubertal (Baden-Württemberg)

Deutschland ist das Land der Dichter und Denker. Als hoch entwickeltes Industrieland hat Deutschland in den letzten Jahren seine Position als bedeutender Technologiestandort durch steigende Innovations- und Forschungsintensität weltweit sichern .und ausbauen können. Die deutsche Wirtschaft ist so stark in den globalen Technologiehandel eingebunden wie kein anderes Land. Doch die Herausforderungen im internationalen Innovationswettbewerb steigen und die Konkurrenz aus Osteuropa und aus Asien gefährdet zunehmend die Spitzenstellung und den exzellenten Ruf Deutschlands.

Um Schritt zu halten, benötigt Deutschland vermehrt hochqualifizierte Fachkräfte. Die Förderung naturwissenschaftlich, technischer, mathematischer und informationstechnologischer Kompetenzen von Schülern ist zu einer bedeutenden Herausforderung des deutschen Bildungswesens geworden.

Geprägt von Weltmarktführern in unterschiedlichsten technischen Branchen ist die Region Südliches Taubertal im Main-Tauber Kreis beheimatet. Aktuelle und prognostizierte Schülerzahlen stellen die Region vor Herausforderungen des demografischen Wandels. Weniger Kinder und Jugendliche stehen für die Zukunft der Region und somit für die Zukunft der regionalen MINT-orientierten Unternehmen, zur Verfügung.

Für den Bereich MINT-Bildung bestehen bereits einzelne unterschiedliche Initiativen und Projekte. Eine Bündelung der Maßnahmen und die daraus entstehende Transparenz für alle Zielgruppen sowie die Nachhaltigkeit dieser Maßnahmen sind jedoch aktuell nicht gegeben.

Die beteiligten Partner aus den Bereichen Kommune, Schule, Hochschule und Unternehmen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Vielzahl an Protagonisten und Projekten im MINT-Bereich zu einem MINT-Netzwerk zusammenzuführen.

Das MINT-Netzwerk in der Region Südliches Taubertal trägt den Namen "MINT hoch 4". Er steht für MINT in allen 4 Bildungsphasen (Elementar, Primär, Sekundar und tertiärer Bereich). Als Koordinierungsstelle der neuen MINT-Region "MINT hoch 4" fungiert dabei die Jugendtechnikschule Taubertal mit Sitz am DHBW-Campus Bad Mergentheim

Die Jugendtechnikschule ist im Oktober 2015 gestartet und hat ihr Pilotjahr erfolgreich gemeistert. Neben den bestehenden Kursen und Workshops aus dem Pilotjahr sollen mit der neu geschaffenen MINT-Region neue Initiativen sinnvoll unterstützt, koordiniert, vertieft und neu entwickelt werden. Hauptziel ist eine nachhaltige Vernetzung mit den Projektpartnern aus den Bereichen Kindergarten, Schule, Hochschule, Unternehmen, Vereine und Stiftungen sowie Kommunen.

Zusammenfassend ist die "MINT hoch 4"-Region Südliches Taubertal eine unabhängige und außerschulische Bildungsinitiative zur nachhaltigen Förderung unseres Nachwuchses in den MINT-Fächern vom frühkindlichen Stadium über die Schulzeit bis hin zur Berufswahl, Ausbildung und
Studium.

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Technologieregion Karlsruhe (Baden-Württemberg)

Erfolgreiche MINT-Förderung lebt von der regionalen Vernetzung unterschiedlicher Akteure – Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Verbände, Initiativen und Gemeinde. Wie in vielen anderen Regionen auch sind die unterschiedlichen MINT-Angebote der TechnologieRegion Karlsruhe für Schüler, die für Technik begeistern und Talente entdecken und fördern wollen, nur lose vernetzt und selten aufeinander abgestimmt.

Daher konkurrieren die Angebote um technisch interessierte Schüler, einige erreichen die Zielgruppe nicht oder es kommt zu Terminkonflikten. Ein systematischer Know-how-Transfer zwischen den Akteuren findet nur selten statt. Einige Angebote leben von dem Engagement Einzelner und lassen sich daher möglicherweise nicht langfristig aufrechterhalten. Erfahrungen werden selten dokumentiert. Die Sichtbarkeit der durchgeführten Maßnahmen leidet zudem unter fehlender Wahrnehmung in der Presse, was wiederum die Gewinnung von Sponsoren erschwert.

Die MINT-Aktivitäten in der TechnologieRegion Karlsruhe bleiben deshalb trotz hervorragender Voraussetzungen wie der Hochschuldichte (KIT, Hochschule Karlsruhe, Pädagogische Hochschule, Duale Hochschule) und der großen Zahl an IT-Unternehmen (etwa 4.500) weit unter ihren Möglichkeiten. Die Adressaten der Angebote – Lehrkräfte, Schüler – sind auf unterschiedliche Informationsquellen angewiesen, um von den Angeboten zu erfahren, und es gibt keine gesamte strategische Planung, die Kooperationen und gemeinsame Initiativen begünstigt und fördert.

Der Schlüssel für die erfolgreiche Entwicklung des MINT-Angebots in der Region ist daher die Schaffung einer Koordinierungsstelle. Sie soll im größten regionalen IT-Unternehmensnetzwerk Europas, dem CyberForum e.V., angesiedelt werden. Ziel dieser Maßnahme ist die Förderung von Kooperationen zwischen den Anbietern, eine strategische Abstimmung der Angebote, die Verbesserung der öffentlichen Sichtbarkeit und die systematische Gewinnung von Sponsoren.

Westpfalz/Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz)

Die Westpfalz ist eine Teilregion im Westen der rheinland-pfälzischen Region Pfalz. Aufbauend auf ihren industriellen Wurzeln hat sich die Region zu einem Forschungs- und Entwicklungsstandort mit innovativer Produktion und Dienstleistungsorientierung gewandelt. Bedingt durch den demografischen Wandel und Abwanderungstendenzen fehlen bereits heute qualifizierte Nachwuchskräfte für Produktion, Dienstleistung, Gewerbe und Forschung.

Als Gegenmaßnahme zu diesem Trend wurde ein Schülerforschungsverbund initiiert, um das Thema MINT in Bildung, Ausbildung und Studium für Schüler attraktiv und zugänglich zu machen. Die in dem Verbund mitwirkenden Akteure sind bereits nachhaltig im Bereich Nachwuchsförderung aktiv. Eine Bestandsaufnahme der Angebote der Verbundpartner zeigt ein breites Spektrum und eine hohe Qualität der aktuellen Angebote. Allerdings zeigt die Bestandsaufnahme auch, dass die Angebote bislang wenig miteinander verzahnt sind. Jetzt soll im Verbund ein koordiniertes Angebot entlang der Bildungskette entwickelt werden.

Zur Realisierung dieses Vorhabens hat sich der Schülerforschungsverbund folgende strategische Ziele gesetzt:

  1. Ressourcen bündeln und Angebote systematisieren
  2. MINT-Laufbahnen aufzeigen und begleiten
  3. Die Herausforderungen der Fläche meistern

Schüler und Lehrende sollen auf das Angebot aufmerksam gemacht und gezielt angesprochen werden. Eine systematische Darstellung der Angebote auf einer digitalen Plattform und einer APP dient als Informations- und Zugangspunkt. Mit Hilfe sogenannter Guided Tours erhalten Interessenten Planungshilfen zur optimalen Nutzung der Angebote. Um die Herausforderungen der Fläche in der Region zu adressieren, sollen die MINT-Angebote stärker als bisher in mobiler Form realisiert werden. Kooperationsmodelle wie zum Beispiel Schulpatenschaften und Mentoring-Programme für besonders Begabte sollen die Kontinuität der Teilnahme unterstützen. Ein Angebot entlang der Bildungskette soll zu einer nachhaltigen Bindung der Teilnehmenden an das Thema MINT, die Institutionen und die Region führen.

Präsentation zur Jurysitzung (PDF)

Wolfsburg (Niedersachsen)

Die Stadt Wolfsburg ist Hauptstadtstandort des Volkswagenkonzerns und eingebunden in de Metropolregion Hannover-Braunschweig-Göttingen-Wolfsburg. Als Industriestandort liegt es auf der Hand, dass die Gewährleisung von gut ausgebildeten MINT-Fachkräften in dieser Region von großer Relevanz ist. Doch der Fokus auf MINT-Bildung als Dienstleister für die Wirtschaft greift zu kurz: In unserer hochtechnologisierten Welt hängt die Fähigkeit aller Menschen zur gesellschaftlichen Teilhabe davon ab, dass sie über eine belastbare wissenschaftliche Bildung verfügen. Aus diesem Grund haben sich zahlreiche Initiatuiven auf den Weg gemacht, Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene für MINT-Themen und -Fragestellungen und begeistern. Die MINT-Landschaft in Wolfsburg ist dabei so vielfältig geworden, dass es nun an der Zeit ist, die Angebote besser zu vernetzen.

Das übergeordnete Projektziel ist dabei, die außerschulischen Angebote in der Stadt für Kindergartengruppen und Schulklassen nutzbar(er) zu machen. Dazu sollen die vielfältigen MINT-Angebote nicht nur transparent nach außen veranschaulicht und miteinander koordiniert, sondern auch sinnvoll miteinander verzahnt und praxisnah ausgestaltet werden.

Kernstück der Kooperation ist die Entwickling eines "MINT-Kompasses" von der Kita bis zum Abitur. Hierzu bieten die Projektpartner mit dem Schulcurriculum abgestimmte Programme an, die es Wolfsburger Schulen ermöglichen, mit jedem Jahrgang an mindestens einem Projekt teilzunehmen, das sinvoll und nachhaltig in den Schulunterricht integriert werden kann. Die beantragten Fördermittel sollen für die Öffentlichkeitsarbeit, für die Durchführung eines MINT-Fachtags sowie für den Einsatz eines MINT-Koordinators verwendet werden, der dabei hilft, die Angebote der Projektpartner aufeinander abzustimmen.

Präsentation zur Jurysitzung (PDF)

Die Ziele des Förderwettbewerbs

  • MINT-Angebote koordinieren und Kräfte bündeln durch regionale Vernetzung
  • systematische und auf die regionalen Bedarfe abgestimmte MINT-Förderketten entwickeln
  • MINT-Bildung durch Kooperationen vor Ort praxisnah und anschaulich machen
  • die Ausbildung von MINT-Fachkräften in den Regionen verbessern
     

Programmpartner

Körber-Stiftung

Förderer

Die Initiative wird unterstützt durch:

Continental Aktiengesellschaft
TÜV SÜD AG
Südwestmetall

Bewerben konnten sich regionale Netzwerke, in denen sich Partner aus Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Kommunalverwaltung gemeinsam für die MINT-Bildung engagieren.
Dazu gehören:

  • Bildungseinrichtungen wie Kitas, (Berufs-) Schulen, Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Weiterbildungsanbieter
  • Kommunen und Kommunalverbände
  • Unternehmen, Verbände, lokale Wirtschaftsvereinigungen und Kammern
  • Stiftungen, Vereine und weitere Initiativen der Zivilgesellschaft
  • Behörden, insbesondere mit Bezug zu Themen des Bildungs- und Arbeitsmarkts

FAQ zur Ausschreibung

 

Zeitplan

12. Februar 2016 Veröffentlichung der Ausschreibung
30. September 2016 Bewerbungsfrist
Dezember 2016 Vorauswahl der Finalisten
22. Februar 2017 Jurysitzung zur Auswahl der sieben Preisträger
Frühjahr 2017 Beginn des Förderzeitraums
Frühjahr 2018 Zwischenbegutachtung/Weiterförderungsentscheid
Frühjahr 2019 Ende des Förderzeitraums

Kontakt

Dr. Pascal Hetze

leitet im Stifterverband den Programmbereich 
"Analysen und Innovationspolitik".

T 030 322982-506
F 030 322982-515

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Ansprechpartnerin bei der Körber-Stiftung:

Julia André
Programmleiterin
T 040 808192-149
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