Peer-to-Peer-Beratung für Hochschulleitungen

Hochschulen brauchen übergeordnete Strategien für das digitale Zeitalter, um digitale Lernangebote sowie neue Curriculums- und Studienstrukturen an den allgemeinen Zielen der Hochschulentwicklung, den Zielgruppen der Hochschule und der Kooperationsstrategie auszurichten.

Im Rahmen einer Peer-to-Peer-Beratung unterstützt das Hochschulforum Digitalisierung bis 2020 jährlich sechs Hochschulen individuell bei ihrer Strategieentwicklung. Ergänzend werden in diesem Themenschwerpunkt in Zusammenarbeit mit ausgewählten Experten unabhängige Studien zum Thema erarbeitet, mit dem Ziel, übergeordnete Strategien und Hochschulprofile für ein digitales Zeitalter zu entwickeln. Die Ergebnisse werden in Form von Arbeitspapieren veröffentlicht. Auf einer jährlich stattfindenden Strategiekonferenz werden die Ergebnisse der Arbeit mit einer breiten Öffentlichkeit geteilt und diskutiert.

Eine Jury hat zum Start des Programms im Jahr 2017 folgende sechs Hochschulen ausgewählt:

  • Hochschule Bochum
  • Technische Universität Braunschweig
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden
  • Georg-August-Universität Göttingen
  • Pädagogische Hochschule Heidelberg
  • Universität Stuttgart

Die sechs Hochschulen verfolgten in ihrem Antrag mit der Weiterentwicklung der Lehre klar formulierte Ziele und zeigten einen konkreten Entwicklungs- und Transformationsprozess für Hochschullehre im digitalen Zeitalter auf. Sie werden in einem strukturierten Beratungsverfahren begleitet und dabei von Peers unterstützt, also von Experten aus anderen Hochschulen sowie aus Wirtschaft und Gesellschaft. Ziel des Beratungsprogrammes ist es, zukunftsweisende Lehr- und Lernkonzepte in den institutionellen Strategien der Hochschulen strukturell zu stärken.

56 Hochschulen aus 15 Bundesländern hatten sich für die Peer-to Peer-Beratung beworben. Einige Hochschulen stehen in der systematischen Erschließung der Chancen des digitalen Wandels für die Lehre erst am Anfang. Andere sind bereits schon weiter fortgeschritten. Der Austausch unter Peers als sogenannten critical friends bietet den Hochschulen Anregungen und Feedback für die Weiterentwicklung der Hochschullehre im Sinne einer zeitgemäßen pädagogischen Antwort auf gesellschaftliche und technologische Veränderungen.

Das Hochschulforum Digitalisierung unterstützt bis zum Jahr 2020 im Rahmen einer Peer-to-Peer-Beratung jährlich sechs Hochschulen, die den digitalen Wandel in der Hochschullehre aktiv gestalten wollen. Bewerbungen für den Durchgang 2018/2019 sind ab Frühjahr 2018 wieder möglich.

Um neben den sechs ausgewählten auch anderen Hochschulen den Austausch zu strategischen Fragen zu ermöglichen, veranstaltet das Hochschulforum Digitalisierung am 12. September 2017 eine Konferenz zum Thema "Strategische (Weiter-)Entwicklung der Hochschullehre im digitalen Zeitalter" in Berlin. Hochschulleitungen können hier in Workshops ihre Erfahrungen in der Erarbeitung und Umsetzung einer Strategie für digitales Lehren und Lernen erörtern und voneinander lernen.
Mehr Info zur Veranstaltung

Kontakt

Isabel Schünemann

ist Programmmanagerin im Stifterverband.

T 030 322982-521
F 030 322982-515

E-Mail senden