Zahl des Monats

Jeden Monat stellt die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes eine interessante Zahl aus ihrem Forschungsbereich vor.

 

März 2017

In 80 Prozent aller OECD-Nationen können Unternehmen Steuern sparen, wenn sie in Forschung und Entwicklung investieren. Deutschland verzichtet bislang auf dieses Förderinstrument, obwohl seine Wirksamkeit wissenschaftlich belegt ist.

 

Februar 2017

956 Mrd. Euro hat die deutsche Wirtschaft seit Beginn der digitalen Datenerfassung der FuE-Erhebung (1995) in Forschung und Entwicklung (FuE) investiert. Die Gesamtaufwendungen in FuE sind in den vergangenen zwei Jahrzehnten kontinuierlich gestiegen und erreichten in 2015 mit 72 Milliarden Euro ihren aktuellen Höchststand.

Sie interessieren sich für weitere Auswertungen unserer FuE-Daten? Im Forschungsdatenzentrum der Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes lassen sich die zentralen Treiber dieser Entwicklung und viele weitere relevante Fragestellungen analysieren. Externe Wissenschaftler haben hier die Möglichkeit, Zugang zu den Daten der FuE-Erhebung zu erhalten. Das Datenangebot umfasst neben einer umfangreichen Indikatorenauswahl auch betriebswirtschaftlichen Kennzahlen sowie detaillierte Informationen rund um das FuE-Geschehen in Deutschland.

 

Januar 2017

2015 erreichen Staat und Wirtschaft erstmals das Ziel der Bundesregierung, jährlich drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Forschung und Entwicklung einzusetzen.

2016

10 Prozent mehr als im Vorjahr investierte die Automobilbranche in Forschung und Entwicklung

10 Prozent mehr als im Vorjahr investierte die Automobilbranche im Jahr 2015 in eigene Forschungs- und Entwicklungsprojekte und legt damit ein rasantes Tempo vor.

24 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland arbeiten regelmäßig mit Wirtschaftsunternehmen zusammen.

24 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Deutschland arbeiten regelmäßig mit Wirtschaftsunternehmen zusammen. Als Kooperationspartner stehen sie damit an dritter Stelle hinter anderen Stiftungen und Vereinen sowie Kommunen, aber vor Hochschulen oder Freiwilligenagenturen. Zu diesem Ergebnis kommt der ZiviZ-Survey, mit dem Stifterverband, Bertelsmann Stiftung und weitere Partner ein Instrument zur Dauerbeobachtung der Zivilgesellschaft entwickelt haben. For-Profit versus Non-Profit, Wirtschaftsunternehmen versus gemeinnützige Organisationen: Die Zahl zeigt, dass diese Gegenüberstellung zu kurz greift.

51 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie 2016 mehr forschen werden als 2015.

51 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, dass sie 2016 mehr forschen werden als 2015. Dies ergab eine Umfrage des Stifterverbandes unter 622 Unternehmen. Der daraus resultierende FuE-Frühindikator nimmt den Wert 0,28 an und drückt damit zwar einen soliden Optimismus, aber keine Euphorie der Unternehmen bezüglich Forschung und Entwicklung aus. Der Frühindikator kann Werte zwischen -1 (starker Rückgang der FuE-Aufwendungen) und +1 (starker Anstieg) annehmen.

628.000 Vereine waren im Juli 2016 in den deutschen Vereinsregistern eingetragen.

628.000 Vereine waren im Juli 2016 in den deutschen Vereinsregistern eingetragen. Das sind acht Prozent mehr als im Jahr 2012. Das ergab eine Auswertung der Vereinsregister durch die Geschäftsstelle ZiviZ, die in Vorbereitung für den ZiviZ-Survey 2016 durchgeführt wurde. Der ZiviZ-Survey 2016 ist eine repräsentative Befragung von Vereinen, Stiftungen sowie gemeinnützigen GmbHs und Genossenschaften, bei der alle vier Jahre mehr als 40.000 Organisationen befragt werden.

255 Probanden bei verhaltensökonomischem Experiment

Die SV Wissenschaftsstatistik GmbH hat im Juni 2016 erstmalig ein verhaltensökonomisches Experiment durchgeführt, an dem insgesamt 255 Probanden teilgenommen haben. In der Studie geht es um die Untersuchung des Forschungs- und Entwicklungsverhaltens von Individuen in Kooperationsverbünden entlang von Industriewertschöpfungsketten. Die SV Wissenschaftsstatistik hat bei der Pilotstudie, die vom TÜV Süd gefördert wird, eng mit dem Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung, der Universität Hohenheim und der Universität Duisburg-Essen am Essener Labor für Experimentelle Wirtschaftsforschung (ELFE) zusammengearbeitet.

30 Forschungsdatenzentren sind in Deutschland zurzeit akkreditiert

30 Forschungsdatenzentren verschiedenster Fachrichtungen sind in Deutschland zurzeit vom Rat für Sozial- und Wirtschaftsdaten (RatSWD) nach einheitlichen und transparenten Standards akkreditiert. Das Forschungsdatenzentrum der SV Wissenschaftsstatistik ist eines in diesem Netzwerk und ermöglicht externen Wissenschaftlern den Zugang zu den erhobenen FuE-Daten für nicht-kommerzielle Forschungszwecke. Das Datenangebot enthält eine umfangreiche Indikatorenauswahl und umfasst neben betriebswirtschaftlichen Kennzahlen detaillierte Informationen zu FuE in Unternehmen. Dies ermöglicht Wissenschaftlerinnern und Wissenschaftlern vielseitige Analysen rund um das FuE-Geschehen in Deutschland.

5,7 Prozent ihrer internen FuE-Aufwendungen verwenden deutsche Unternehmen für Grundlagenforschung.

5,7 Prozent ihrer internen FuE-Aufwendungen verwenden deutsche Unternehmen für Grundlagenforschung. Damit liegt Deutschland im internationalen Vergleich auf einem Rang im unteren Mittelfeld. Top im Engagement für Grundlagenforschung sind die Unternehmen in Island mit 26,6 Prozent, aber auch Südkorea (13 Prozent), die Niederlande (11,7 Prozent) und Belgien (11 Prozent) liegen über Deutschland. Ganz unten im Ranking liegt China. Mit nur 0,1 Prozent der internen FuE-Aufwendungen findet Grundlagenforschung in chinesischen Unternehmen quasi nicht statt.

25.284 Unternehmen in Deutschland werden in diesem Jahr von der Wissenschaftsstatistik befragt

25.284 Unternehmen in Deutschland werden in diesem Jahr von der Wissenschaftsstatistik nach ihren Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Jahr 2015 befragt. Die ersten Fragebögen wurden am 1. April 2016 versandt. Unternehmen, die ihre Forschungstätigkeiten durch die Teilnahme an der FuE-Erhebung dokumentieren, zeichnet der Stifterverband mit dem Siegel "Innovativ durch Forschung" aus. Die ersten vorläufigen Ergebnisse werden Ende 2016 publiziert.

8,8 Prozent der Start-ups mit Spitzentechnologie werden innerhalb der ersten acht Geschäftsjahre von einem etablierten Unternehmen übernommen.

8,8 Prozent der Start-ups, die im Bereich Spitzentechnologie tätig sind, werden innerhalb der ersten acht Geschäftsjahre von einem etablierten Unternehmen übernommen. Im Bereich der hochwertigen Technik sind es 7,1 Prozent der Gründungen. Damit sind die Übernahmen von Unternehmensgründungen in FuE-intensiven Wirtschaftszweigen überdurchschnittlich hoch. Mehr als die Hälfte der übernommenen Unternehmen besteht weiterhin als selbstständiges Unternehmen. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie auf Basis des Mannheimer Unternehmenspanels, die im Auftrag der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) durchgeführt wurde.

1,2 Billionen Euro betrugen 2015 die Börsenwerte von US-Unternehmen in der Internetwirtschaft

1,2 Billionen Euro betrugen 2015 die Börsenwerte von US-Unternehmen in der Internetwirtschaft. Das ist etwa 34-mal so groß wie die Börsenwerte deutscher Unternehmen in dieser Branche und zeugt von der großen Dominanz amerikanischer Unternehmen in diesem Feld. Zum Vergleich: Das Bruttoinlandsprodukt der USA – ein übliches Maß für die wirtschaftliche Größe einer Volkswirtschaft – ist lediglich 4- bis 5-mal so groß wie das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands.

36 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Rheinland-Pfalz kämpfen mit deutlichem Mitgliederschwund

36 Prozent der zivilgesellschaftlichen Organisationen in Rheinland-Pfalz haben seit 2007 mit einem deutlichen Mitgliederschwund zu kämpfen. Zwar hat Rheinland-Pfalz eine der höchsten Vereinsdichten Deutschlands. Doch die meisten Organisationen sind ländliche, ehrenamtlich organisierte Traditionsvereine wie Chöre oder andere Freizeitvereine, denen der demografische Wandel im besonderen Maße zu schaffen macht. Eine Studie der Geschäftsstelle ZiviZ (Zivilgesellschaft in Zahlen) im Stifterverband, die im Auftrag der Staatskanzlei Rheinland-Pfalz erstellt wurde, empfiehlt deshalb eine niedrigschwellige Unterstützung der überwiegend kleinen Vereine durch das Land. Besonders bewährt haben sich in diesem Zusammenhang sogenannte Landesnetzwerke, in denen sich zivilgesellschaftliche Organisationen, beispielsweise Vereine und Stiftungen, austauschen und weitergehende Angebote gemeinschaftlich organisiert werden.

89.000 Vereine, Stiftungen und andere zivilgesellschaftliche Organisationen im Bildungsbereich engagieren sich in Deutschland für Bildung

89.000 Vereine, Stiftungen und andere zivilgesellschaftliche Organisationen im Bildungsbereich engagieren sich in Deutschland für Bildung – Sportvereine und andere Vereine, deren informeller Bildungswert unumstritten ist, noch nicht mit eingerechnet. Die Tendenz ist steigend: In kaum einem anderen Feld wurden in den vergangenen Jahren so viele Organisationen neu gegründet. Die meisten von ihnen sind rein ehrenamtlich getragen und haben in der Regel nur geringe finanzielle Mittel für ihre Arbeit zur Verfügung.

2015

6,4 Prozent mehr Mittel für Forschung und Entwicklung

6,4 Prozent mehr Mittel gab die Wirtschaft in Deutschland 2014 für die Erforschung und Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Prozesse aus. Die Gesamtausgaben für die interne Forschung und Entwicklung (FuE) lag damit bei 57 Milliarden Euro. Die stärkste Branche war wiederholt der Kfz-Bau.

50 Prozent der Forscher arbeiten in Baden-Württemberg oder Bayern

50 Prozent der Forscher und Entwickler der deutschen Wirtschaft arbeiten in Baden-Württemberg oder Bayern (FuE-Erhebung 2013). Die meisten davon waren im Kraftfahrzeugbau und in der Elektrotechnik beschäftigt. Weitere Branchenschwerpunkte sind der Maschinenbau und forschungsintensive Dienstleistungen, wie zum Beispiel Software-Unternehmen.

95,4 Prozent der Forscher bei deutschen Unternehmen sind Deutsche

Deutsche Unternehmen beschäftigen nur wenige internationale Forscher. 95,4 Prozent sind Deutsche. Nur 2 Prozent stammen aus EU-Ländern, weitere 2 Prozent aus Nicht-EU-Ländern. Das gilt für kleine und große Unternehmen gleichermaßen. Wenig divers ist der Forscherpool der Unternehmen auch in anderer Hinsicht: Mehr als 80 Prozent aller Forscher sind männlich und haben ein MINT-Fach studiert.

Aus 51 Ländern kommen Unternehmen, die in Deutschland forschen

Aus 51 Ländern kommen Unternehmen, die in Deutschland forschen. Die größte Gruppe bilden dabei natürlich deutsche Unternehmen. Sie gaben 2013 40,9 Milliarden Euro für (interne) Forschung und Entwicklung (FuE) aus. Ausländische Unternehmen investierten in Deutschland immerhin 12,4 Milliarden Euro in FuE. Mit rund 5 Milliarden Euro stammte das meiste Geld dabei aus Unternehmen aus EU-Ländern. Die Investitionen US-amerikanischer Unternehmen belaufen sich auf 4,6 Milliarden Euro. Die FuE-Aufwendungen schweizerischer Unternehmen in Deutschland betrugen 1,1 Milliarden Euro). Die Schweiz als forschungsstärkstes europäisches Nicht-EU-Land ist damit in Deutschland präsenter als Frankreich (FuE-Investitionen 917 Millionen Euro), nach Deutschland das forschungsstärkste EU-Land, und dem für seine große Innovationsfreude bekannte Japan (613 Millionen Euro).

Darmstadt: 31 Studierende auf 100 Einwohner

31 Studierende kamen in Darmstadt im Jahr 2013 auf 100 Einwohner. Eine hohe Quote. Doch die meisten zieht es weiter, wenn sie ihr Studium beendet haben – auf der Suche nach den besten Orten zum Leben und Arbeiten. Ein Verlust für die regionale Wirtschaft und Wissenschaft. Wie also lassen sich diese gut ausgebildeten Fachkräfte in der Region halten? Dieser Frage geht das Projekt Science Scorecard nach, an dem sich 13 Wissenschaftsstandorte beteiligen. Das Projekt untersucht unter anderem, wie Städte und Regionen in Deutschland als Orte zum Leben und Arbeiten attraktiver und sichtbarer werden können.

38 Milliarden Euro Steuern wird der Bund bis 2019 vor­aus­sichtlich zusätzlich einnehmen

38 Milliarden Euro Steuern wird der Bund bis 2019 vor­aus­sichtlich zusätzlich einnehmen. Diese Mittel sollten, wenn es nach dem VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn geht, in eine große Innovations­offensive investiert werden. Dies schlug er auf dem Forschungsgipfel 2015 in Berlin vor. Dazu hatten der Stifterverband gemeinsam mit der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und der Experten­kommission Forschung und Innovation (EFI) eingeladen. Deutschland müsse technologisch wieder eine Führungs­rolle übernehmen, betonte Winterkorn.

10 Prozent der Einnahmen von Vereinen oder Stiftungen stammen aus öffentlichen Quellen

10 Prozent der Gesamteinnahmen von Vereinen, Stiftungen oder Genossenschaften stammen aus öffentlichen Quellen. Die finanzielle Unterstützung durch den Staat ist also wesentlich geringer, als die meisten glauben: Nur etwa jede dritte gemeinnützige Organisation bekommt überhaupt öffentliche Mittel und nur 7 Prozent finanzieren sich in Deutschland überwiegend über staatliche Gelder. Was sind also die Hauptfinanzierungsquellen? Die meisten zivilgesellschaftlichen Organisationen – insbesondere die Vereine – leben von den Beiträgen ihrer Mitglieder. 84 Prozent von ihnen erheben Mitglieds­beiträge, für jede dritte sind sie die Haupteinnahmequelle. Im Durchschnitt machen Mitgliedsbeiträge 41 Prozent der Gesamt­einnahmen aus, viermal so viel wie öffentliche Mittel.

3,3 Unternehmensgründungen pro 1.000 Studierende

3,3 Unternehmensgründungen pro 1.000 Studierende – damit sind brandenburgische Hochschulen absoluter Spitzenreiter im bundesdeutschen Hochschulvergleich. Und das bei einer insgesamt unterdurchschnittlichen Zahl von Unternehmensgründungen pro 10.000 Erwerbstätige (Gründungsintensität) in Deutschland sowie unterdurchschnittlichen Ausgaben für Forschung und Entwicklung bezogen auf das nominale Bruttoinlandsprodukt (FuE-Intensität).