Studienstart MINTernational

Eine Ausschreibung im Rahmen der Programminitiative MINTernational des Daimler-Fonds, der Daimler und Benz Stiftung und des Stifterverbandes zur Förderung innovativer Modelle des Studienstarts für internationale Studierende der MINT-Fächer

Die Initiatoren des Förderwettbewerbs möchten Hochschulen bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen zur Gestaltung des Studienbeginns für internationale MINT-Studierende unterstützen. Es werden bis zu sechs Hochschulprojekte mit jeweils 50.000 Euro gefördert.

"Studienstart MINTernational" stellt die vierte Ausschreibungsrunde der Programminitiative MINTernational dar. Eine Teilnahme an den vorausgegangenen Ausschreibungen ist nicht Voraussetzung für eine Antragsstellung in dieser Wettbewerbsrunde.

Ziel des Förderwettbewerbs ist es, die MINT-Disziplinen zu Vorreitern und Benchmarks von Maßnahmen für den Studienstart von internationalen Studierenden an deutschen Hochschulen zu machen. Gesucht werden deshalb Strategien, Konzepte und Projekte in den MINT Fächern, die zu diesem Ziel beitragen. Dazu gehören Maßnahmen für eine gute Vorbereitung auf das Studium in Deutschland, eine Willkommenskultur für eine soziale und kulturelle Integration sowie Informations- und Unterstützungsangebote in den ersten Studiensemestern. Die zu prämierenden Projekte sollen innovativ und modellhaft für einen erfolgreichen Start ins Studium sein. Hierbei kann es sich um deutsch- und/oder fremdsprachige Angebote handeln.

 

Ausschreibung

Gesucht werden innovative Konzepte und Maßnahmen zum Studienstart, die sich an internationale Studierende in den MINT-Fächern richten. Dazu zählen auch Initiativen mit einem Schwerpunkt auf der Integration von Flüchtlingen. Die folgenden Angebote für MINT-Studierende erscheinen beispielsweise als Module eines Gesamtkonzepts für eine Förderung geeignet:

A. Formate in Studium und Lehre

  • Neue curriculare Angebote zur Integration
  • Interessens- und Eignungstests, Orientierungsangebote
  • Sprachtrainingsangebote, insbesondere auch zum Erwerb der jeweiligen Fachsprache 
  • Propädeutika, Tutorien und Vertiefungskurse
  • Didaktische Maßnahmen zur Stärkung individuellen Lernens und zum Auffinden von Wissens- und Verständnislücken
  • Mentoring- und Buddy-Programme
  • Etablierung von Weiterbildungsformaten, zum Beispiel Soft-Skill-Trainings und Selbstmanagement
  • Einbeziehung von Studierenden und Lehrbeauftragten in Informations- und Integrationsmaßnahmen

B. Flankierende Angebote

  • Willkommens- und (Online-) Vernetzungsangebote
  • Betreuungsangebote
  • Kulturelle Unterstützungsmaßnahmen
  • Beratung zur Studienfinanzierung und Wohnungssuche
  • Orientierung für einen dauerhaften Verbleib in Deutschland
  • Bereitstellung von Infrastruktur, zum Beispiel (Projekt-) Räumen zur Vernetzung

Die Umsetzung dieser Angebote kann unter Beteiligung externer Partner wie beispielsweise anderen Hochschulen, Unternehmen, Vereinen, Verbänden oder der Bundesagentur für Arbeit erfolgen. Gefördert werden neue sowie die Weiterentwicklung bestehender Programme.

Bewerbungsschluss war der 1. März 2017.

 

Hinweise zum Antrags- und Auswahlverfahren

In dem Antrag muss deutlich werden, welche Herausforderungen das beantragte Förderprojekt adressiert und wie es sich in das Gesamtkonzept eines strukturierten Studienbeginns mit Blick auf internationale Studierende in den MINT-Fächern einbettet.

Die Ausschreibung ist offen für alle staatlichen und staatlich anerkannten Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland. Die Anträge benötigen die Unterstützung der Hochschulleitung oder des jeweiligen Fachbereichs/der Fakultät. Pro Hochschule können mehrere Anträge eingereicht werden, allerdings nur einer je Fachbereich/Fakultät. Die Vernetzung mit Partnern wie Unternehmen, Vereinen, anderen Praxispartnern und weiteren Hochschulen ist explizit gewünscht. Dies kann auch durch einen Verbundantrag zum Ausdruck gebracht werden.

Über die Förderung und Preisvergabe entscheidet eine Jury, die sich aus Vertretern von Wissenschaftseinrichtungen und der Wirtschaft zusammensetzt.

Der Antrag muss bis zum 1. März 2017 beim Stifterverband eingegangen sein (Ausschlussfrist). Bei postalischen Einsendungen gilt das Datum des Poststempels.

Der Antrag,maximal acht DIN A4-Seiten oder ca. 20.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen), sollte die folgende Gliederung befolgen:

  1. Deckblatt
  2. Zusammenfassung
  3. Darstellung des Konzepts zum Studienstart und dessen Einbettung in eine übergeordnete Internationalisierungsstrategie
  4. Projektbeschreibung
  5. Konkreter Projekt- und Implementierungszeitplan
  6. Finanzierungsübersicht, aus der hervorgeht, wie die beantragten Mittel eingesetzt werden sollen.

Bitte beachten Sie die Vorlagen für die Antragsunterlagen, die auf dieser Seite zum Download bereitstehen.

Bitte senden Sie die Unterlagen als PDF-Datei an romy.hoeftmann@stifterverband.de sowie einen Ausdruck des Antrags in fünffacher Ausfertigung als Loseblattsammlung (nicht geklammert, geheftet, gebunden o.ä.) an:

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft
Hauptstadtbüro
z. Hd. Dr. Pascal Hetze
Pariser Platz 6
10117 Berlin

Hintergrund des Förderwettbewerbs

Internationalität ist ein zentraler Wettbewerbsfaktor in Wissenschaft und Wirtschaft. Zahlreiche Hochschulen haben deshalb Strategien zur Internationalisierung ihrer Einrichtungen auf den Weg gebracht und setzen diese erfolgreich um. Die sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften) sollten dabei eine zentrale Rolle spielen. Ziel ist es, interkulturelle Kompetenzen zu vermitteln und weltweit MINT-Talente für Deutschland zu gewinnen. Dafür müssen Studienanfänger aus dem Ausland nicht nur von einem Studium in Deutschland überzeugt und auf das Studium vorbereitet, sondern auch während des Studienverlaufes aktiv unterstützt und nach dem Abschluss für einen Verbleib motiviert werden.

Die Phase des Studienstarts hat eine besondere Bedeutung für die Integration internationaler Studierender in Hochschule und Gesellschaft. Eine gute Vorbereitung auf ein Studium in Deutschland, die frühe Einbindung in das Hochschulleben auf und neben dem Campus, die Vermittlung von Motivation und Orientierung sowieund ein hoher Studienerfolg in diesem sensiblen ersten Studienabschnitt stellen die Voraussetzung für einen erfolgreichen Studienverlauf sowie eine spätere Teilhabe am deutschen Arbeitsmarkt dar. Dies gilt insbesondere für internationale MINT-Studierende, die ihr Studium noch überdurchschnittlich häufig vorzeitig abbrechen. Eine aktuelle Herausforderung liegt auch in der Integration von Flüchtlingen in das deutsche Bildungs- und Wissenschaftssystem, von denen sich viele für ein MINT-Studium in Deutschland interessieren.

Programmträger
Daimler und Benz Stiftung
Daimler-Fonds
Stifterverband

Kontakt

Dr. Pascal Hetze

leitet im Stifterverband den Programmbereich 
"Analysen und Innovationspolitik".

T 030 322982-506
F 030 322982-515

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