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Jeder kann ein Held sein

14.12.2016

Stiftung Bildung und Gesellschaft: Primus-Preis des Monats für Brandenburger Erste-Hilfe-Projekt

Die Stiftung Bildung und Gesellschaft verleiht dem Pépinière e.V. aus Frankfurt an der Oder den mit 1.000 Euro dotierten Primus-Preis im Dezember: Der Verein bildet Schüler aus ganz Brandenburg in Erster Hilfe aus.

Foto: Pépinière e.V.

"Jeder kann ein Held sein" ist nicht nur der Name des Projekts, sondern auch das Motto der Initiatoren. Ihnen geht es darum, Kindern und Jugendlichen praktisches Wissen rund um Erste Hilfe zu vermitteln. In einem dreitägigen Schulprojekt lernen sie unter anderem, was es mit Stabiler Seitenlage, Reanimation und dem Anlegen von Verbänden auf sich hat. Nach bestandener "Heldenprüfung" sind sie dann gut gewappnet, um im Ernstfall tatsächlich Menschen  in Not helfen zu können. 

Das Projekt richtet sich an Schüler aller Altersgruppen, von der Grundschule bis zur Oberstufe. Studenten der Berliner Charité, Brandenburger Pharmaziestunden und Rettungskräfte engagieren sich, um Kinder und Jugendliche für Erste Hilfe zu sensibilisieren. Rund 1.000 Mädchen und Jungen haben bis jetzt schon die Kurse erfolgreich absolviert. Die Teilnahme ist für die Schüler wie für die Schulen kostenfrei. Das Projekt finanziert sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Die Unfallkasse Brandenburg hat beispielsweise 40 Reanimationspuppen zur Verfügung gestellt.

Dank Pépinière kommen die Kinder oft zum ersten Mal mit ehrenamtlicher Arbeit in Berührung. "Uns ist es ein Anliegen, Kinder für den Katastrophenschutz zu begeistern, so dass sie sich in den Jugendgruppen engagieren", erklärt Projektleiter und Medizinstudent Philipp Humbsch. 

"Im Land Brandenburg, wo Erste Hilfe bislang nicht fest im Lehrplan verankert ist, leisten die Heldenmacher wichtige Arbeit", meint Birgit Ossenkopf, stellvertretende Geschäftsführerin der Stiftung Bildung und Gesellschaft. Das Projekt vermittle nicht nur wichtige Kenntnisse, sondern hat auch Vorbildfunktion: "Es setzt einen Impuls, damit Kinder und Jugendliche sich selbst für die Gesellschaft einsetzen."

Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft will damit Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen zwölf ausgezeichneten Projekten wird im Januar der Primus des Jahres gewählt. Der Primus-Preis 2016 wird durch die randstad stiftung gefördert.

Zusätzlich schreibt die Stiftung Bildung und Gesellschaft den Sonder-Primus Grenzenlos aus, um zivilgesellschaftliche Initiativen zu würdigen, die sich speziell für die Bildung von geflüchteten oder zugewanderten Kindern und Jugendlichen engagieren.

Pressekontakt

Peggy Groß

ist Kommunikationsmanagerin im Stifterverband.

T 030 322982-530
F 030 322982-515

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Ansprechpartner beim Pépinière e.V.:

Philipp Humbsch
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