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Abenteuer Technik: Primus-Preis des Monats Juni für Schulprojekt in Franken

15.06.2016

Auszeichnung der Stiftung Bildung und Gesellschaft

Das Modellprojekt "HochSpannung" des IfiB – Institut für innovative Bildung bringt Jugendlichen Technik näher. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft zeichnet das Projekt jetzt mit dem Primus-Preis des Monats aus. Er ist mit 1.000 Euro dotiert.

Technik ist allgegenwärtig, aber was steckt eigentlich in ihr und wie funktioniert sie? In Workshops führen IfiB-Mitarbeitende Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse in drei Erlanger Mittelschulen an Technik heran. Dazu wählen die Jugendlichen einen Gegenstand aus, den sie genauer untersuchen wollen – zum Beispiel einen Kopfhörer, einen MP3-Player oder ein Keyboard. In einem Kurs, der 20 Schulstunden umfasst, lernen sie Aufbau und Funktion des Geräts kennen und können es dann auch selbst bauen.

Das IfiB stellt die Materialien und Werkzeuge und leitet die Teilnehmenden vor Ort in der Schule an. "Die Jugendlichen sollen aktiv und praktisch lernen, erforschen und erleben", erklärt Gisa Stich, Geschäftsführerin des Instituts für innovative Bildung. Ganz wichtig sei, dass die Heranwachsenden selbst aussuchen, mit welchem Technik-Gegenstand sie sich beschäftigen wollen. So entwickeln sie eigenen Forscherdrang und das nötige Durchhaltevermögen.

Das Projekt richtet sich insbesondere an die eher technikscheuen Mädchen. "Bereits nach dem ersten Jahr haben sich gut 50 Prozent mehr Jugendliche für den technischen Zweig in der 8. Klasse angemeldet", berichtet Diplom-Pädagogin Stich. "Die ersten haben die Schule nun bereits verlassen und sich tatsächlich für technische Berufe entschieden." Gerade die jungen Frauen wollten nun vermehrt eine solche Laufbahn einschlagen.

Nachwuchs für die sogenannten MINT-Berufe zu fördern, ist ein wichtiges Anliegen, findet die Jury der Stiftung Bildung und Gesellschaft: "Das Projekt macht Technik greifbar und zeigt speziell auch Mädchen neue Perspektiven für die Berufsorientierung auf."

Foto: Institut für innovative Bildung

Der Primus-Preis wird jeden Monat an ein kleines, vorbildhaftes Projekt vergeben und ist mit 1.000 Euro dotiert. Die Stiftung Bildung und Gesellschaft will damit Initiativen fördern, die ein konkretes Problem in der Kita oder in der Schule vor Ort aufgreifen und lösen wollen. Wichtig ist, dass die Projekte auf alle Regionen übertragbar sind und nicht parallel agieren, sondern an das staatliche Bildungssystem andocken. Lokale Akteure – wie Arbeitsagenturen oder Schulämter, aber auch Unternehmen sowie kulturelle Einrichtungen – sollten einbezogen sein. Aus allen zwölf ausgezeichneten Projekten wird im Januar 2017 der Primus des Jahres gewählt.

Pressekontakt

Peggy Groß

ist Kommunikationsmanagerin im Stifterverband.

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