Learning from Partners

Der Stifterverband besitzt ein hohes Renommee und wird von einer großen Mehrheit seiner Partner und Geförderten als anspruchsvolle und strategisch arbeitende Förderorganisation eingeschätzt. Das geht aus der Studie "Learning from Partners" des Centrums für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI) der Universität Heidelberg hervor.

Wie zufrieden sind die Partner mit "ihrem" Stifterverband? Welche Effekte ergeben sich durch die Förderung? Und wie wird der Stifterverband von seinen Partnern wahrgenommen? Das Forschungsprojekt "Learning from Partners" hat mit einer anonymen Online-Umfrage ein umfassendes Feedback unter den Partnern des Stifterverbandes erhoben. Im Zeitraum vom 19. Januar bis 6. März 2015 wurden Antragsteller und Förderpartner aus dem Jahr 2014 befragt, deren Projekte in diesem Zeitraum bewilligt oder abgelehnt wurden oder die Kooperationspartner waren. 

Neben dem Stifterverband haben sich die Fritz Thyssen Stiftung, die Gerda Henkel Stiftung, die Klosterkammer Hannover, die Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, die Niedersächsischen Lotto-Sport-Stiftung, die Robert Bosch Stiftung, die Software AG-Stiftung, die Stiftung Mercator, die VolkswagenStiftung sowie die Wilhelm Sander-Stiftung dem Feedback gestellt.

Hier die zentralen Aussagen für den Stifterverband:

Zufriedenheit der Partner

66,9 Prozent der Partner bewerten den Kontakt zum Stifterverband während der Phase der Antragsstellung als sehr gut und gut. Hinsichtlich der Bewertung der Partnerschaft mit dem Stifterverband weisen die Angaben von 94,1 Prozent der Partner darauf hin, dass sie mit der Partnerschaft zum Stifterverband sehr zufrieden und zufrieden sind. Auch die Kommunikation mit der Ansprechperson in der Organisation konnte die große Mehrheit der Partner (94,1 Prozent) positiv überzeugen.

Bewertung der administrativen Prozesse

Die Ausschreibungen des Stifterverbandes bewerten 82,2 Prozent aller Befragten als überwiegend klar. Die formalen Anforderungen an einem Antrag werden von 86 Prozent der Partner als eindeutig und etwas eindeutig gesehen. Im Hinblick auf die Informationspolitik zu organisationsinternen Ablauf nach Einreichung der Anträge zeigen sich 80,9 Prozent als vollständig oder teilweise informiert. Der administrative Aufwand im Projekt ist von 76,5 Prozent der Partner als sehr gut und gut bewertet worden. Unter den bereitgestellten Dokumenten des Stifterverbandes erreichen die Bewilligungsbedingungen (74,5 Prozent) und die Vorgaben zum Verwendungsnachweise (64,7 Prozent) den höchsten Zuspruch untern den Partnern.

Beiträge zum Capacity Building

Die verschiedenen Formen der Unterstützung in der Phase der Antragsstellung werden bei den Partnern des Stifterverbandes in unterschiedlicher Weise wahrgenommen, aus der Menge an Angebote stechen - mit einer positiven Bewertung - vor allem die detaillierte Informationsaufbereitung auf der Homepage (68,2 Prozent) und die Korrespondenz mit den Mitarbeitern (63,1 Prozent) heraus. Als bedeutende Unterstützungsangebote in der Förderphase wurden von 76,5 Prozent der Partner die Bereitstellung von Netzwerken und von 60,8 Prozent die Unterstützung bei der Sichtbarkeit des Projektes genannt. Unter den weiteren unterstützenden Maßnahmen während der Projektphase hat die Mehrheit der Partner (80,4 Prozent) das Angebot einer Plattform zum Austausch mit anderen Partnern geschätzt. Die Effekte, welche sich über die Förderung des Stifterverbandes hinaus bei den Partnern kennzeichnen ließen, waren zum einen eine verbesserte Reputation (62,8 Prozent); zum anderen hat ihre Organisation profitiert (54,9 Prozent).

Wahrnehmung des Stifterverbandes

Dass der Stifterverband eine etablierte Position einnimmt, spiegelt sich wider in den Ergebnissen der Frage, wie die Partner auf die Förderorganisation aufmerksam wurden, die höchste Zustimmung erhielten die zwei Antwortoptionen, dass die Organisation bekannt sei (47,8 Prozent) und oder Empfehlungen aus dem Umfeld ausgesprochen wurden (41,4 Prozent). 74,5 Prozent der Partner attestieren dem Stifterverband hohe Renommeewerte und sehen ihn als anspruchsvolle Organisation (65 Prozent), die zugleich strategisch arbeitet (61,1 Prozent). Eine Förderung durch den Stifterverband gilt für 68,8 Prozent seiner Partner als Qualitätsausweis. Nahezu die Hälfte der Partner (48,4 Prozent) des Stifterverbandes kann keine Einschätzung zur gesellschaftlichen Wirkung der Förderorganisation abgeben.

Transparenz der Förderorganisation

Im Hinblick auf Fragen zur Transparenz äußerten sich 40,1 Prozent der Partner positiv, dass sie vollständig oder teilweise über den Begutachtungsprozess ihres Antrages informiert worden sind. Die Transparenz der Entscheidungsprozesse bewerten die bewilligten Partner zu 23,5 Prozent als sehr gut und zu 41,2 Prozent als gut. Diese Ergebnisse deuten auf Optimierungsmöglichkeiten für die Förderorganisation hin.

Feedback der abgelehnten Antragssteller

Sehr zufrieden und zufrieden äußerten sich 57,5 Prozent der abgelehnten Antragssteller mit dem Kontakt in der Phase der Antragsstellung. Jedoch gaben 74,5 Prozent der abgelehnten Antragssteller an, dass ihnen die Gründe, die zu einer Ablehnung ihres Antrages führten, nicht mitgeteilt wurden.