MINT-Bildung

Das Handlungsfeld beleuchtet drei Aspekte der Hochschulbildung in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik: langfristige Deckung des Absolventenbedarfs, Steigerung von Diversität sowie Verbesserung des Studiums hinsichtlich Internationalität und Praxisbezug.

Zur Bildungsinitiative

Ziele dieses Handlungsfeldes

MINT-Bildung

Um bis 2020 den Bedarf an MINT-Absolventen zu decken, müssen mehr Frauen für das Studium gewonnen werden (Erhöhung des Anteils in den MIN- Fächern von 37 auf 41 Prozent; in den Technikwissenschaften von 21 auf 26 Prozent) sowie mehr Ausländer (Steigerung des Anteils auf über zwölf Prozent). Die bislang niedrigen Erfolgsquoten von 66 Prozent (MIN) und 73 Prozent (T) sollten auf 80 Prozent steigen. Der Anteil an Studierenden mit Auslandserfahrung (Erasmus) sollte sich von fünf auf zehn Prozent verdoppeln, ebenso der Anteil an internationalen Studiengängen in den MINT-Fächern.

Analyse in diesem Handlungsfeld

Zwischen 1995 und 2005 sank die Zahl der Absolventen im Ingenieurstudium um fast ein Viertel. Die Folge war ein Mangel an MINT-Akademikern. Seitdem ist die Anzahl der MINT-Studienanfänger deutlich gestiegen. Dies wird sich – auch wenn die Abbruchquoten in den MINT-Fächern immer noch überdurchschnittlich hoch sind – in den kommenden Jahren durch höhere Absolventenzahlen auf dem Arbeitsmarkt positiv bemerkbar machen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bleibt es langfristig die Aufgabe – also bis 2020 und darüber hinaus –, eine hohe Zahl an MINT-Studierenden zum Studienerfolg zu führen. Schwächen weist das MINT-Studium in den Bereichen Internationalität, Diversität und Praxisbezug auf.

Themenbotschafterin Simone Bagel-Trah

Innovationen sichern unsere Zukunftsfähigkeit – das gilt für Deutschland als Wirtschaftsstandort genauso wie für Henkel als globales Unternehmen. Die MINT-Fächer spielen dabei eine entscheidende Rolle, denn viele Neuerungen und Entwicklungen stammen aus diesen Disziplinen. Umso wichtiger ist es, junge Menschen für diese Fächer zu begeistern. Mit unserer Initiative 'Forscherwelt' ermöglichen wir deshalb bei Henkel bereits Kindern im Grundschulalter, erste eigene Erfahrungen in den Naturwissenschaften zu sammeln.

Simone Bagel-Trah

Aufsichtsratsvorsitzende und Vorsitzende des Gesellschafterausschusses Henkel AG

Empfehlungen für dieses Handlungsfeld

Die Studieneingangsphase in den MINT-Fächern sollte durch Einführung eines Orientierungs- und Brückensemesters gestärkt werden. Ein Studienerfolgsmonitoring verbunden mit finanziellen Leistungsanreizen könnte den Studienerfolg zusätzlich erhöhen. Unternehmen können durch Stipendien für Auslandsaufenthalte und mehr Auslandspraktika die Internationalität des Studiums fördern. In den technischen Fächern sollten mehr duale und für Frauen attraktivere Studiengänge eingeführt werden, zum Beispiel an den Schnittstellenbereichen der Disziplinen.

Weitere Informationen zu diesem Handlungsfeld:

Dr. Pascal Hetze

leitet im Stifterverband den Programmbereich 
"Analysen und Innovationspolitik".

T 030 322982-506
F 030 322982-515

E-Mail senden