Internationale Bildung

Dieses Handlungsfeld untersucht den Zustrom ausländischer Studierender nach Deutschland, die internationale Mobilität deutscher Studierender sowie die strukturelle Internationalität deutscher Hochschulen.

Zur Bildungsinitiative

Ziele dieses Handlungsfeldes

Internationale Bildung

Deutschland sollte den Studierendenaustausch mit der Welt intensivieren: Im Jahr 2020 sollte rund ein Fünftel der Studierenden im ersten Hochschulsemester aus dem Ausland kommen. Die Zahl ausländischer Absolventen sollte von jetzt rund 16.000 auf 25.000 steigen. Auch deutsche Studierende sollten noch mehr Auslandserfahrung sammeln: 2020 sollten mindestens zehn Prozent der Absolventen am Erasmus-Programm teilgenommen haben und 150.000 Studierende auch außerhalb dieses Programms im Ausland gewesen sein. Des Weiteren sollten deutsche Hochschulen sich strukturell internationalisieren, beispielsweise mit einem größeren Angebot internationaler Studiengänge und mehr ausländischen Professoren.

Analyse in diesem Handlungsfeld

Immer mehr Ausländer entschließen sich zu einem Studium in Deutschland, auch die Verbleibquote ausländischer Studierender hat 2011 ein neues Hoch erreicht. Zudem gehen immer mehr deutsche Studierende ins Ausland – insbesondere auch in außereuropäische Länder sowie für ganze Studiengänge. Dennoch besteht weiterhin Verbesserungspotenzial: Durch Abbruchquoten von rund 50 Prozent gehen zu viele ausländische Studierende dem deutschen Arbeitsmarkt verloren. Für Studierende aus wirtschaftlich wichtigen Partnerländern wie Russland, Türkei und Brasilien verliert Deutschland im internationalen Vergleich sogar an Attraktivität. 

Themenbotschafter Dieter Zetsche

Vor über 125 Jahren hat Carl Benz das Auto erfunden – der Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte. Heute sind technologische Meisterleistungen in den seltensten Fällen das Werk einzelner Erfinder. Sie entstehen im Zusammenspiel innovativer Köpfe aus der ganzen Welt. Erstklassig ausgebildete Fachkräfte sind daher die wichtigste 'Ressource' für den Technologiestandort Deutschlan.d. Ich unterstütze MINTernational, um unsere Hochschulen zum Magnet für internationale Talente zu machen. Denn Innovationen 'made in Germany' haben nicht nur eine große Geschichte – sie sind auch die Voraussetzung für eine große Zukunft

Dieter Zetsche

Vorsitzender des Vorstandes der Daimler AG, Stuttgart

Empfehlungen für dieses Handlungsfeld

Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft sollten eine bundesweite Internationalisierungsstrategie für den akademischen Nachwuchs erarbeiten, die sich mit drei Kernthemen befasst: Bedarf an ausländischen Absolventen, Rekrutierungspotenziale in priorisierten Herkunftsländern und Gewinnung von ausländischen Absolventen für den deutschen Arbeitsmarkt. Eine Grundfinanzierung des Bundes sollte die dauerhafte Internationalisierung der Hochschulstrukturen absichern. Unternehmen sollten sich stärker in die Betreuung ausländischer Studierender und Absolventen einbringen.

Weitere Informationen zu diesem Handlungsfeld:

Dr. Mathias Winde

leitet den Programmbereich "Hochschulpolitik und 
-organisation".

T 030 322982-501
F 030 322982-515

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