Chancengerechte Bildung

In diesem Handlungsfeld geht es vor allem darum, dass Bildungschancen nicht länger von Herkunft und sozialem Hintergrund abhängen dürfen. 

Zur Bildungsinitiative

Unsere Ziele in diesem Handlungsfeld

Chancengerechte Bildung

Ziel ist es, bis 2020 die Studierquote von Kindern mit Migrationshintergrund und Nichtakademikerkindern auf das Level von Akademikerkindern zu heben, also auf knapp 80 Prozent. Der Anteil von Studierenden mit Migrationshintergrund an Studienanfängern und Absolventen sollte auf vier Prozent steigen. Zudem sollten sich die Erfolgsquoten aller Studierendengruppen angleichen und 80 Prozent erreichen.

Themenbotschafterin Martina Koederitz

Für uns als global agierendes Unternehmen ist das erfolgreiche Zusammenwirken der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weltweit ein wichtiges Thema. Wir setzen auf die Integration von Menschen verschiedener Kulturen, vielfältiger ethnscher Hintergründe und mit unterschiedlichen Lebensentwürfen sowie von Menschen mit Behinderung und aus allen Generationen. Vielfalt und Integration – wir nennen dies Diversity & Inclusion – sichern uns ein breites Spektrum an Perspektiven und eine hohe Innovationskraft, um den Herausforderungen am Markt zu begegnen.

Martina Koederitz

Vorsitzende der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH

Analyse dieses Handlungsfeldes

Das deutsche Bildungssystem ist sozial hochgradig selektiv. Dies gilt insbesondere für die Schulen, aber auch an den Hochschulen lässt sich noch vieles verbessern. Selbst wenn Kinder aus Nichtakademikerfamilien das Abitur schaffen, beginnen nur 65 Prozent ein Studium – bei Akademikerkindern sind es 79 Prozent.

Während des Studiums wirken sich Bildungshintergrund und Herkunft weiter aus. Migrantenkinder brechen deutlich häufiger als ihre Kommilitonen ihr Studium ab. Gründe dafür sind unter anderem: mangelhafte Sprachkenntnisse, Zweifel an der Eignung für ein Studium, ein Mangel an Vorbildern, stärkere Erwerbstätigkeit neben dem Studium und schlechterer Anschluss an die Studierendengemeinschaft. Zudem ist nur gut die Hälfte der Kinder aus Migranten- und Nichtakademikerfamilien zufrieden mit ihrer Betreuung an den Hochschulen.

 

Empfehlungen für dieses Handlungsfeld

Hochschulen in Ballungsräumen sollten sich als "Integrationshochschulen" profilieren, indem sie ihre Strategien und Angebote stärker auf die Bedürfnisse von unterrepräsentierten Studierendengruppen ausrichten. Alle Hochschulen können an der Schnittstelle Schule/Hochschule Hürden abbauen: durch gezielte Kooperationen mit Schulen oder Vereinen sowie strukturierte Angebote für den Studieneinstieg, zum Beispiel Sommer- oder Einstiegsakademien. Die Politik sollte dafür geeignete Anreize mit leistungsorientierten Finanzierungsmodellen bieten.

 

Weitere Informationen zu diesem Handlungsfeld:

Dr. Mathias Winde

leitet den Programmbereich "Hochschulpolitik und 
-organisation".

T 030 322982-501
F 030 322982-515

E-Mail senden