Lehrerbildung:
Von der Hochschule in den Klassenraum
Der Stifterverband fördert neue Wege der Zusammenarbeit zwischen
Hochschulen und Studienseminaren in der Lehrerausbildung.
Trotz aller Anstrengungen zur Reform der Lehrerbildung sind nach wie vor
erhebliche Defizite zu konstatieren: Kooperationen zwischen Hochschulen
und Studienseminaren sind eher die Ausnahme als die Regel. Sie beruhen
häufig auf persönlicher Initiative einzelner Hochschullehrer oder Fach-/
Seminarleiter, erfolgen zumeist projektgebunden und sind institutionell
kaum abgesichert. Zu selten begreifen sich Universitäten und Studien-
seminare als verantwortliche Partner in einem gestuften Ausbildungsprozess.
Ein phasenübergreifendes Curriculum für die Lehrerbildung im Sinne einer
kohärenten Berufsvorbereitung oder zumindest eine Abstimmung der jewei-
ligen Ausbildungsinhalte gibt es allenfalls in Ansätzen. Erste und Zweite
Phase werden weniger als aufeinander aufbauend als vielmehr unzusam-
menhängend wahrgenommen. Die Fragmentierung des Studiums setzt sich
gewissermaßen als Strukturprinzip der Ausbildung fort.
Ziel dieses Programms ist es, zu einer geregelten Zusammenarbeit von
Hochschulen und Studienseminaren beizutragen und die theoretische und
praktische Ausbildung bzw. die Erste und Zweite Phase der Lehrerausbildung
so aufeinander abzustimmen, dass ein systematischer Kompetenzaufbau der
angehenden Lehrerinnen und Lehrer ermöglicht wird. Damit sollen tragfähige
Konzepte für die teilweise Einbeziehung des Vorbereitungsdienstes in die
Erste Phase der Lehrerbildung unterstützt werden.
Eine 2007 erstellte Pilotstudie beschreibt den aktuellen Stand der Ausbildung
in der Zweiten Phase. Der Stifterverband hat vier gemeinsame Modell-
vorhaben von Hochschulen und Studienseminaren ausgezeichnet und
fördert sie über einen Zeitraum von drei Jahren mit jeweils 200.000 Euro,
die der Interdependenz der beiden Ausbildungsphasen gerecht werden und
die Anschlussfähigkeit von Studium und Referendariat gewährleisten.
Die vier für die Förderung ausgewählten Anträge:
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| Aktueller Stand Der Wettbewerb ist abgeschlos- sen: Der Programmbeirat hat im Februar 2010 vier Hochschulen für die Förderung ausgewählt. Dotierung 800.000 Euro |
