Exzellenz in der Lehre
Der Stifterverband will die Hochschullehre aus ihrem Schattendasein holen.
Mit einem Förderprogramm "Exzellenzinitiative für die Lehre" will er den Stellenwert und die Qualität der Lehre an den deutschen Hochschulen erhöhen. Das Ziel: eine Lehrkultur im deutschen Hochschulsystem langfristig zu etablieren, die denselben Qualitätsansprüchen genügt wie die Forschung.
Der Wettbewerb exzellente Lehre ist das Herzstück der Initiative. Er soll Universitäten und Fachhochschulen dabei unterstützen, ihr Renommee als Ausbildungsstätte zu steigern. Gesucht sind die besten Zukunftsstrategien der Hochschulen für Lehre und Studium. Die ausgezeichneten Hochschulen sollen sich zu einem Qualitätszirkel zusammenschließen und eine Charta guter Lehre erarbeiten.
Der Wettbewerb hat ein sehr großes Echo gefunden. 108 Hochschulen haben
Anträge eingereicht. Damit treten 60 Prozent aller Universitäten und 40 Prozent
aller Fachhochschulen in die Ausscheidung um die innovativsten Konzepte für
eine bessere Lehre. 57 Universitäten, 47 Fachhochschulen und vier Kunst-/
Musikhochschulen haben sich beteiligt, darunter sechs Hochschulen in kirchlicher bzw. privater Trägerschaft.
Aus den Bewerbungen hatten zwei Gutachterkommissionen 13 Universitäten und elf Fachhochschulen ausgewählt, die aufgefordert waren, ihre Ideenskizzen aus der ersten Wettbewerbsrunde detailliert auszuarbeiten. Vom 12. bis 15. Oktober 2009 haben die Finalisten ihre Konzepte vor einer international besetzten Expertenjury präsentiert.
Die Jury hat insgesamt vier Fachhochschulen und sechs Universitäten ausgewählt:
- Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
- Universität Bielefeld
- Hochschule Bremerhaven
- Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
- Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg
- Technische Universität Kaiserslautern
- Fachhochschule Köln
- Technische Universität München
- Fachhochschule Potsdam
- Universität Potsdam
Kurzbeschreibungen der Siegerprojekte
Die ausgezeichneten Konzepte werden mit einem Preisgeld von bis zu einer Million Euro ausgezeichnet. Der Wettbewerb ist mit zehn Millionen Euro dotiert. Davon trägt der Stifterverband die Hälfte. Die übrigen fünf Millionen bringen die Länder auf.
