Ars legendi-Fakultätenpreis
in der Medizin

Der Ars legendi-Fakultätenpreis für exzellente Lehre in der Medizin wird an einen Wissenschaftler oder eine Wissenschaftlerin – ggf. auch stellvertretend für ein Team – für herausragende und innovative Leistungen in Lehre, Prüfung, Beratung und Betreuung an Medizinischen Fakultäten verliehen.


Der Medizinische Fakultätentag (MFT) und der Stifterverband schreiben die mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung gemeinsam aus. Sie soll die besondere Bedeutung der Hochschullehre für die Ausbildung des akademischen Nachwuchses sichtbar machen und einen karrierewirksamen Anreiz schaffen, sich in der Hochschullehre zu engagieren und sie über den eigenen Wirkungsbereich hinaus zu fördern. Gleichzeitig soll die Qualität der Lehre als ein zentrales Exzellenzkriterium für Medizinische Fakultäten und Fachbereiche etabliert und als strategisches Ziel des Qualitätsmanagements profiliert werden.

Die Bewerbung erfolgt auf Vorschlag der Fakultäten oder Fachschaften der Fächer Medizin und Zahnmedizin. Auch Eigenbewerbungen sind zulässig.


Preisträger 2013: Stefan Beckers und Saša Sopka


Bereits seit mehr als zehn Jahren, mit Beginn des Aachener Modellstudiengangs, zeigen beide Preisträger zusammen großes Engagement und sind maßgeblich an der Entwicklung, Gestaltung und Umsetzung der Lehre an der Medizinischen Fakultät Aachen beteiligt. Gemeinsam leiten Privatdozent Stefan Beckers und Dr. Saša Sopka das Aachener Interdisziplinäre Trainingszentrum für medizinische Ausbildung (AIXTRA) und übernehmen überdies zahlreiche inhaltliche wie organisatorische Aufgaben in der Lehre. Ausgehend vom Bereich der Notfallmedizin haben sie es dabei verstanden, übergeordnete Lernziele zu definieren und das Profil des Studiengangs kontinuierlich zu schärfen und weiterzuentwickeln.

In ihrer Arbeit legen Sopka und Beckers großen Wert auf die Vermittlung von theoretischem Wissen, optimalen klinisch-praktischen Fertigkeiten und zeitoptimierter, zielführender Problemlösekompetenz als wichtige Facetten ärztlichen Handelns. Damit leisten sie einen entscheidenden Beitrag im Rahmen der medizindidaktischen Ausbildung angehender Ärztinnen und Ärzte.

Stefan Beckers lehrt im Fach Anästhesiologie. Seine Forschungsschwerpunkte liegen unter anderem in den Bereichen Lehr-Lern-Konzepte klinisch-praktischer und kommunikativer Fertigkeiten sowie edukativer Untersuchungen präklinischer und klinischer Notfallmedizin. Auch Saša Sopka hat sich neben seinen umfangreichen Aktivitäten in der Lehre als Facharzt für Anästhesiologie auf diese medizindidaktischen Themen spezialisiert. Beispielhaft sind die zahlreichen gemeinsamen Publikationen zu differenzierten Aspekten der medizinischen Ausbildung.

Die Jury zeigte sich insgesamt beeindruckt von der geradezu symbiotischen Verbindung der Bereiche Klinik, Wissenschaft und Lehre in der Arbeit beider Preisträger. "Stefan Beckers und Saša Sopka verkörpern auf ideale Weise das Bild des exzellenten, innovativen und kreativen Dozenten mit ausgeprägtem wissenschaftlichem Profil. In ihrer noch jungen Laufbahn haben sie bereits ein hohes Maß an Beständigkeit für neue Themen mit großer Dynamik und Tragweite bewiesen. Über den eigenen Wirkungskreis hinaus haben sie zudem Impulse für die Weiterentwicklung der Lehre und die Studienreform gegeben. Ihre Fachkompetenz, ihr Innovationspotential im Bereich Lehrentwicklung und Lehrkonzeption und ihre damit verbundene Strahlkraft über die eigene Disziplin hinaus standen für die Jury außer Frage", begründet Prof. Dr. Heyo K. Kroemer, Präsident des MFT, das Urteil der Jury.



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Preisträger 2012: Wolfgang Hampe und Tobias Raupach


Prof. Dr. Wolfgang Hampe lehrt an der Universität Hamburg (Universitätsklinikum Eppendorf) Biochemie in den Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin und Molecular Life Science. Über sein didaktisches Engagement hinaus förderte er durch die von ihm begleitete Einführung des Wahlfachs Experimentelle Medizin das wissenschaftliche Arbeiten als Vorbereitung auf die medizinische Promotion. Bundesweit hat sich Wolfgang Hampe auch einen Namen bei der Verbesserung der Auswahlverfahren zum Medizinstudium erworben.

Privatdozent Dr. Tobias Raupach von der Georg-August-Universität Göttingen (Universitätsmedizin Göttingen) hat die Jury durch seine multidisziplinäre Verankerung beeindruckt. Als Facharzt für Innere Medizin führt er in seiner noch jungen Laufbahn die Bereiche Klinik und Lehrforschung in idealer Weise zusammen. Er war maßgeblich an der Erstellung des Göttinger Lernzielkatalogs beteiligt und hat am Studentischen Trainingszentrum für Ärztliche Praxis und Simulation konzeptionell mitgearbeitet. Insgesamt zeichnen sich die von Tobias Raupach entwickelten Lehrkonzepte durch ein hohes Maß an Innovation und Zukunftspotenzial aus. Von seinen standortübergreifenden Fragestellungen zur Lehre gehen neue Impulse aus.

"Beide Preisträger stehen beispielhaft dafür, dass das Engagement für exzellente Lehre in den verschiedenen Studienabschnitten und in jeder Phase des Karriereweges Früchte trägt. Aus diesem Grund hat sich die Jury entschlossen, den diesjährigen Preis zu teilen", betont Prof. Dr. Dieter Bitter-Suermann, Präsident des MFT und Vorsitzender der Jury.



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Preisträgerin 2011: Jana Jünger


Jana JüngerDr. Jana Jünger, Oberärztin und Privat-
dozentin an der Medizinischen Fakultät
der Ruprechts-Karls-Universität Heidel-
berg, ist in vielerlei Hinsicht eine Vorrei-
terin für die exzellente medizinische
Lehre in Deutschland.

Sie hat dazu beigetragen, dass die Aus-
bildungsforschung in der Medizin systema-
tisch weiterentwickelt wird. Die neuesten
Erkenntnisse fließen umittelbar in die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten ein. Damit wird auch die Arzt-Patienten-Beziehung verbessert.

Jana Jünger blickt auf ein langes Engagement für die medizinischen Lehre zu-
rück. In Heidelberg hat sie bereits in den 1990er-Jahren die Entwicklung des
reformierten Regelstudiengangs mit voran-getrieben. Maßgebliche Impulse
für die Einrichtung eines Skillslab, die Einführung von Kommunikationstrainings
für Studierende und des "Kompetenzzentrums für Prüfungen in der Medizin
Baden-Württemberg" gingen von ihr aus.

Durch die Leitung des Kompetenzzentrums gibt sie länderübergreifend wichtige
Anregungen für die Einführung klinisch-praktischer Prüfungsformate und Prüfer-
schulungen. So wird sie u.a. am 23. Juni 2011 in Rostock einen entsprechenden
Workshop für die Medizinischen Fakultäten ausgestalten. Besondere Verdienste
erwarb sich Jünger auch bei dem postgraduierten Studiengang "Master of Medi-
cal Education (MME)".

Der interfakultäre Studiengang fungiert nunmehr seit dem Jahr 2004 als Güte-
siegel für Lehrende an Medizinischen Fakultäten. Träger des Studiengangs ist
der MFT mit seiner Akademie für Ausbildung in der Hochschulmedizin (AHM).
Als Betreuerin, Modulleiterin und Mitglied der Studiengangsleitung an der Uni-
versität Heidelberg unterstützt sie die Teilnehmer aus den deutschsprachigen
Fakultäten dabei, die Lehre in der Medizin auf höchstem Niveau zu praktizieren.



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Preisträger 2010: Peter Dieter & Jürgen Schäfer


Peter Dieter von der Technischen Universität Dresden und Jürgen Schäfer von
der Philipps-Universität Marburg wurden mit dem ersten Ars legendi-Fakultä-
tenpreis Medizin ausgezeichnet.


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Dominique M. Ostrop

Dominique M. Ostrop

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