Investitionen von Unternehmen
in akademische Bildung

In Kooperation mit dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW Köln)

hat der Stifterverband analysiert, wie und in welchem Umfang die

Wirtschaft in akademische Bildung investiert.


Private Drittmittel haben als Einnahmequellen von Hochschulen in Deutschland
in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen. Doch es lag
noch keine detaillierte Statistik darüber vor, in welcher Weise Unternehmen
in Hochschulausstattung, Stipendien und Stiftungsprofessuren investieren.
Das Gemeinschaftsprojekt von Stifterverband und IW Köln hat diese Lücke
geschlossen. Die Studie mit dem Titel "Bildungsinvestitionen der Wirtschaft"
wurde im Januar 2011 veröffentlicht.


Die Ergebnisse
Rund 60 Prozent der Unternehmen in Deutschland investieren in Hochschul-
bildung. Bei Unternehmen zwischen 50 und 250 Mitarbeitern ist es jedes
zweite, bei Großunternehmen sind es sogar fast 75 Prozent.

Anteil der Unternehmen

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Insgesamt förderte die Wirtschaft Studierende und Hochschulen mit rund
2,2 Milliarden Euro. Damit wendeten die Unternehmen doppelt so viel Geld
für die akademische Bildung auf wie für Forschungsprojekte an Hochschulen.
Jedes fünfte deutsche Unternehmen gab an, dass es 2010 seine Ausgaben
für akademische Bildung im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat.


Investitionen der Unternehmen in die akademische Bildung 2009 (Grafik)

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Am stärksten unterstützen die Unternehmen die Studenten: Für sie gaben
die Betriebe 2009 insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro aus. Das Geld floss
in die Übernahme von Studiengebühren, die Betreuung von Studenten,
Praktikumsplätze, Freistellungen von studierenden Mitarbeitern und in
Stipendien.

Für die Ausstattung der Universitäten und Fachhochschulen wurden 2009
fast 642 Millionen Euro – also ein gutes Viertel der gesamten Förderung
– aufgewendet. Allein 485 Millionen Euro waren für Stiftungsprofessuren,
den Bau neuer Gebäude oder als allgemeine Spende vorgesehen. Sach-
spenden machten immerhin 157 Millionen Euro aus.

De facto stellt das 2,2-Milliarden-Euro-Engagement der Betriebe sogar nur
eine Untergrenze dar. So fehlen in der Rechnung diverse Maßnahmen –
beispielsweise die finanziellen Zuwendungen von Unternehmensstiftungen,
Ausgaben für akademische Bildung im Ausland oder Software-Spenden.


Die Erhebung
Rund 10.000 Unternehmen wurden befragt, 1.118 Unternehmen haben ge-
antwortet. Die Ergebnisse wurden hochgerechnet und sind repräsentativ
für die 55.000 Unternehmen mit mehr als 49 Mitarbeitern. Erfasst wurden:

  • Zuwendungen an Hochschulen
    (finanzielle Zuwendungen, Sachspenden und Leihgaben, Stiftungsprofessuren)
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  • Aufwendungen im Unternehmen für die Mitwirkung in der Hochschullehre
    (für duale und praxisintegierte Studiengänge, Praktika und Abschlussarbeiten, Mitwirkung in Lehre und Gremien)
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  • Zuwendungen an Studierende
    (Stipendien und Darlehen, Vergütungen für Praktikanten und dual Studierende, Studienförderung von Mitarbeitern)


Ansprechpartner

Dr. Mathias Winde

Mathias Winde

Programmleiter
T: (030) 322982-501
F: (030) 322982-515

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