Innovationsfaktor Kooperation

Der Bericht "Innovationsfaktor Kooperation" liefert erstmals eine

Gesamtschau über Stand, Hürden und Perspektiven des Austausches

zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Deutschland.



Innovationsfaktor Kooperation (Cover)Die Basis für den Bericht bildete eine breit angelegte Fragebogenaktion im Sommer und Herbst 2006. Insgesamt 232 Institutionen und Unternehmen nahmen daran teil. 100 Unternehmen, 73 Hochschulen, 34 Forschungseinrichtungen sowie 25 Verbände und Ministerien beteiligten sich an der Befragung.

Hinzu kamen 57 Interviews mit Meinungsführern aus dem In- und Ausland, darunter Unternehmensleiter, Innovationsforscher, Spitzen von Verbänden, Hochschulen und Ministerien.

Nahezu einhellig wurde von den im Rahmen der Studie Befragten die Auffassung vertreten, dass eine Zusammenarbeit in der Forschung beiden Seiten große Vorteile bringt: Unternehmen erhalten Zugang zu den neuesten  wissenschaftlichen Erkenntnissen und können diese in innovative Produkte umsetzen. Der Nutzen für Hochschulen besteht vor allem in einem stärkeren Praxisbezug ihrer Arbeit sowie in der Erschließung von Drittmitteln. Diese "Win-Win-Situation" wird immer stärker erkannt. Das finanzielle Volumen von Forschungskooperationen hat sich binnen zwölf Jahren mehr als verdoppelt auf 1,32 Milliarden Euro (2003).

Einen weiteren Trend zeigt der Bericht klar: Strategische Partnerschaften werden zum neuen Paradigma der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft. War die Zusammenarbeit von Unternehmen und Hochschulen lange Zeit von Einzelbeziehungen – etwa in Form von Beraterverträgen oder Forschungsaufträgen – geprägt, so entwickelt sie sich immer mehr zu längerfristig angelegten, strategischen Partnerschaften. Beispiele für derartige Kooperationen sind gemeinsame Institutsgründungen und Stiftungsprofessuren.

Längerfristige Zusammenarbeit bringt meist den Erfolg, denn beide Seiten müssen den Umgang miteinander üben, das wechselseitige Verständnis muss sich erst entwickeln. Am Ende aber ist der gemeinsame Nutzen größer als im Fall punktueller Kooperationen.

Der Bericht beschränkt sich nicht auf die Beschreibung des Status quo, sondern leitet aus den gefundenen Beispielen guter Praxis Empfehlungen ab, die sich an Hochschulen, Unternehmen und Politik richten und Ausgangspunkt für Veränderungsprozesse im Innovationssystem sein sollten.