Villa-Hügel-Gespräche

Die Villa-Hügel-Gespräche des Stifterverbandes bringen Entscheidungsträger aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zu wissenschaftspolitischen Themen zusammen.


Die Idee: Eine hochkarätige Runde von rund 30 Personen beleuchtet alle zwei Jahre ein zukunftsrelevantes wissenschaftspolitisches Thema. Viele dieser Gespräche haben Wirkungen in politische Entscheidungsprozesse hinein erzielt und Anregungen für Förderprogramme des Stifterverbandes gegeben.



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Villa-Hügel-Gespräch 2012

Villa-Hügel-Gespräch 2012: Wie viel Bund braucht die Uni?


Am 8. November 2012 ging es um Hochschulen 2020 zwischen Bildungsauftrag und Exzellenzanspruch: Für die weitere Entwicklung des Hochschulsystems in Deutschland werden nicht nur die zukünftige Finanzierungsstruktur und die damit verknüpfte Aufgabenverteilung zwischen Bund und Ländern eine zentrale Rolle spielen, sondern auch die Vorstellungen davon, wie sich die Hochschulen in Zukunft weiter in Profil und Qualität differenzieren sollen.

Kernfragen sind: Wie sind die Auswirkungen der wettbewerblichen Wissenschaftsförderung zu beurteilen? Wie verändern die zunehmenden Kooperationen in Forschung und Lehre mit anderen Hochschulen, außeruniversitären Einrichtungen und Unternehmen die Hochschulen? Und wie könnten in Zukunft die Modalitäten, die Aufgabenverteilung und die Steuerungsmechanismen in der Wissenschaftsfinanzierung aussehen?

Dazu diskutierten und beteiligten sich mit Beiträgen:
  • Prof. Dr. Dr. Andreas Barner, Sprecher der Unternehmensleitung der Boehringer Ingelheim Pharma GmbH, Ingelheim am Rhein
  • Dr. Kurt Bock, Vorsitzender des Vorstandes der BASF SE, Ludwigshafen
  • Prof. Dr. Bernhard Eitel, Rektor der Universität Heidelberg
  • Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln
  • Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlandes, Saarbrücken
  • Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der VolkswagenStiftung, Hannover
  • Prof. Dr. Antonio Loprieno, Präsident der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS) und Rektor der Universität Basel
  • Cornelia Quennet-Thielen, Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bonn
  • Prof. Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes, Essen
  • Prof. Dr. Babette Simon, Präsidentin der Universität Oldenburg

Moderation: Prof. em. Dr. Hans N. Weiler, Stanford, USA

Die Veranstaltung wurde großzügig unterstützt durch die Stiftung van Meeteren.

Detaillierte Veranstaltungsinfo



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Villa-Hügel-Gespräch

Villa-Hügel-Gespräch 2010: Was ist des Staates? Was ist Privates?


Das Villa Hügel-Gespräch am 18. November 2010 hat sich mit der Frage
beschäftigt, welche Auswirkungen die zunehmende Einbeziehung privater
Akteure in Wissenschaft und Bildung haben wird. Private Hochschulen, Stif-
tungsprofessuren, duale Studiengänge, Studienbeiträge: Unternehmen,
Stiftungen und nicht zuletzt die Bürger selbst engagieren sich so viel wie nie
zuvor für die akademische Bildung. Private Drittmittel an Hochschulen sind in
den letzten Jahren um 65 Prozent gestiegen, staatliche Grundmittel nur um
17 Prozent. Über zwei Drittel der Großunternehmen und ein Drittel der mit-
telständischen Unternehmen unterstützen Hochschulen und Studierende.

Daraus ergeben sich ordnungspolitische Grundsatzfragen nach der Aufga-
benverteilung zwischen öffentlichen und privaten Akteuren, aber auch nach
den legitimen Einflusssphären und den Interessengegensätzen zwischen den
unterschiedlichen Interessengruppen in Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Leitfragen für das Villa-Hügel-Gespräch 2010 waren:

  • Wie muss die Ordnungspolitik mit dem so häufig formulierten Gegensatz zwischen einer "von wirtschaftlichen Interessen geleiteten Wissenschaft" und der "Freiheit von Lehre und Forschung" umgehen?
  • Wie kann dem Vorwurf der "Ökonomisierung" der Hochschulen begegnet werden?
  • Wo können sich Unternehmen wirkungsvoll engagieren?
  • Wo sollten sie sich nicht engagieren, weil sie sich mit staatlichen Aufgaben übernehmen?
  • Wo behält der Staat seine Verantwortung, wo muss er sich noch weiter zurückziehen?
  • Welche Konsequenzen hat die neue Aufgabenverteilung auf die Hochschulen?

Unter den Teilnehmern im Jahr 2010:
  • Marijn Dekkers, Vorstandsvorsitzender der Bayer AG
  • Michael Hüther, Direktor des IW Köln
  • Bernhard Kempen, Präsident des Deutschen Hochschulverbandes
  • Klaus Kinkel, Bundesminister a.D. und Vorsitzender der
    Deutsche Telekom Stiftung
  • Wolfgang Kirsch, Vorsitzender des Vorstandes der DZ Bank AG
  • Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität Frankfurt
  • Arend Oetker, Präsident des Stifterverbandes, Essen
  • Peter Strohschneider, Vorsitzender des Wissenschaftsrates
  • Johannes Teyssen, Vorstandsvorsitzender der E.ON AG
  • Margret Wintermantel, Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz


Ausführliches Programm, Bildergalerie und Downloads der Beiträge



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Die Themen der Villa-Hügel-Gespräche aus den zurückliegenden Jahren


2008
Agenda Setting in der Forschung
LinkPDF-Download der Dokumentation "Das Unplanbare planen"

2006
Cluster - Potenziale für Wissenschaft und Wirtschaft
LinkPDF-Download der Dokumentation "Treibhäuser der Innovation"

2004
Kompetitiver Föderalismus in Bildung und Wissenschaft
LinkPDF-Download der Dokumentation "Eine (un)endliche Geschichte?"

2002
Neue Herausforderungen für die Forschung in Deutschland und in Europa
LinkPDF-Download der Dokumentation "Gewogen und für zu leicht befunden?"

2000
Campus online - Hochschulen, neue Medien und der globale Bildungsmarkt
LinkPDF-Download der Dokumentation "Campus online"