Chronik des Stifterverbandes
1948-1964
1948
Erste Überlegungen für einen "Bildungsfonds" der deutschen Industrie.
Ein Kreis von Industriellen rund um Richard Merton (Metallgesellschaft)
trifft sich, um die Neugründung des Stifterverbandes vorzubereiten.
1949
Gründung des Stifterverbandes als "Gesellschaft zur Förderung von Forschung
und Lehre" in enger Anbindung an die (neue) "Notgemeinschaft der deutschen
Wissenschaft". Die Gründungsphase wird von Auseinandersetzungen um die
Frage geprägt, welchen Einfluss Politik bzw. Wirtschaft auf die Wissenschafts-
förderung geltend machen können. Mit dem Deutschen Forschungsrat entsteht
fast zeitgleich eine regierungsnahe Konkurrenzorganisation.
1951
Der Deutsche Forschungsrat und die Notgemeinschaft schließen sich zur
Deutschen Forschungsgemeinschaft zusammen. Bis Mitte der 1950er-Jahre
schwelt aber der Konflikt um den Zugriff auf die Industriespenden und die
Abgrenzung der Interessen gegenüber den anderen Wissenschaftsförder-
organisationen wie Max-Planck- bzw. Fraunhofer-Gesellschaft.
1955
Ernst H. Vits (Vereinigte Glanzstoff Fabriken) wird neuer Vorstandsvorsit-
zender. In der Neuausrichtung der bundesdeutschen Wissenschaftslandschaft
hat der Stifterverband eine prägende Rolle gespielt.
1956
Aufnahme der Stiftungsverwaltung
Beginn des Gesprächskreises "Wirtschaft und Wissenschaft" als prominent
besetztes Forum zu wichtigen wissenschafts- und bildungspolitischen Themen
(Vorläufer der Villa-Hügel-Gespräche).
1964
Gründung des ersten Landeskuratoriums in Baden-Württemberg, das den Stifter-
verband in seiner Arbeit beratend begleiten soll.
Weitere Kapitel der Chronik
1920 bis 1945
Von der Notgemeinschaft zum ersten Stifterverband
1967 bis 1985
Der Stifterverband setzt neue programmatische Akzente
1993 bis heute
Gründung des DSZ, Aufbau des Hauptstadtbüros, neue Schwerpunkte