Chronik des Stifterverbandes
1920-1945
1920
Gründung einer "Notgemeinschaft der deutschen Wissenschaft" durch den
Chemiker Fritz Haber und den ehemaligen preußischen Kultusminister
Friedrich Schmidt-Ott. Das Ziel: die Interessen der Wissenschaft gegenüber
dem Staat durch eine private, selbstverwaltete Organisation zu bündeln.
Gründung des "Stifterverbandes der Notgemeinschaft der deutschen Wissen-
schaft" unter Vorsitz von Carl Friedrich von Siemens zum Einsammeln von
Spenden aus der Wirtschaft zur Ergänzung der staatlichen Förderung der
Wissenschaft.
1934
Carl Duisberg übernimmt den Vorsitz des Stifterverbandes bis zu seinem Tod
im darauffolgenden Jahr. Die Organisation rückt zwar verbal in die Nähe der
neuen Machthaber, kann aber ihre Förderpolitik im wesentlichen unbehelligt
fortsetzen.
1935
Friedrich Schmidt-Ott übernimmt den Vorsitz des Stifterverbandes, der in den
folgenden Jahren zwar seine Fördertätigkeit fortsetzt, aber an Bedeutung und
Einfluss deutlich verliert.
1942
Gründung der "Fördergemeinschaft der Deutschen Industrie", die als bewusste
Konkurrenz zum Stifterverband mit erheblich größeren Mitteln ausgestattet wird.
1945
Bei Kriegsende ist der ursprüngliche Stifterverband formell noch existent. Offiziell
wird er erst 1955 aus dem Vereinsregister gelöscht.
Weitere Kapitel der Chronik
1948 bis 1964
Neubeginn und Etablierung in der Nachkriegszeit
1967 bis 1985
Der Stifterverband setzt neue programmatische Akzente
1993 bis heute
Gründung des DSZ, Aufbau des Hauptstadtbüros, neue Schwerpunkte