Die Studienbeitragsstiftung
in der Praxis

Stiftungen sind für die Hochschulen in Deutschland ein relativ neues

Instrument. Doch es gibt erste Erfahrungen, die verdeutlichen, wie

Studienbeitragsstiftungen funktionieren.


Campus der Universität Duisburg-Essen

Campus der Universität Duisburg-Essen

Soziales Engagement und Innovation
Die Duisburg-Essener Universitäts-Stiftung
verfolgt zwei Förderlinien, die auf unter-
schiedliche Weise der Verbesserung von
Lehre und Studienbedingungen dienen.

Zum einen unterstützt die Stifttung Stu-
dierende in Notsituationen mit Stipendien.
Zum anderen schreibt sie jährlich ein
Preisgeld in Höhe von bis zu 2.500 Euro
als einmalige Förderung für Bachelor-,
Master-, Diplom-, Magister- oder Staats-
examensarbeiten aus. Die Arbeiten sollen
sich mit der Verbesserung der Lehr- und
Studienbedingungen an der Universität
Duisburg-Essen befassen.


Zukunftskapital wächst
Bereits nach gut einem Jahr verfügte die Stiftung "Qualität in Studium und Lehre" der Fachhochschule Münster über ein Vermögen in Höhe von mehr als zwei Millionen Euro. 20 Prozent der Studienbeiträge bringt die FH in die Stiftung ein. 2008 wurden die ersten Stipendien vergeben.


Studentischer Generationenvertrag
Studienbeiträge, die in eine Hochschulstiftung fließen, sind langfristige Investitionen. Da die heute eingebrachten Gelder auch den kommenden Jahrgängen zugute kommen, beweist dieser "Generationenvertrag" Verantwortung für die Zukunft. Hochschulleitung und Studierendenvertreter sind daher in allen entscheidenden Gremien der Duisburg-Essener Universitäts-Stiftung gleichberechtigt beteiligt.


Zukunftsweisender Finanzierungs-Mix
In den USA sind Hochschulstiftungen und die Einwerbung privater Drittmittel seit langem gang und gäbe. Dort machen heute Spenden und Stiftungserträge zwischen zehn und 30 Prozent des Universitätsbudgets aus. Die Einnahmen der Hochschulen werden sich in Zukunft weiter diversifizieren.

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