Forschung und Entwicklung
Die Wissenschaftsstatistik des Stifterverbandes erhebt jedes Jahr die Aus-gaben, die Unternehmen und Institutionen für Gemeinschaftsforschung für
die Neu- und Weiterentwicklung von Produkten bzw. Produktionsverfahren
tätigen. Für die Kurzerhebung 2008 wurden rund 1.100 Unternehmen zu
ihren FuE-Aktivitäten befragt.
Die Ergebnisse im Überblick:
- Die FuE-Gesamtausgaben der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung
stellen im Jahr 2008 mit 57,3 Mrd. Euro einen bedeutenden Beitrag zur
Innovationskraft des Landes dar. Gegenüber 2007 ist dies eine Steigerung
von 7,2 Prozent. Damit haben die Unternehmen im Jahr 2008 sogar leicht
übertroffen, was sie ursprünglich im Jahr zuvor geplant hatten
(Planung 2008: 56,9 Mrd. Euro).
- Traditionell prägen vier Branchen die Industrie-FuE Deutschlands: der
Kraftfahrzeugbau, die Elektrotechnik, die Chemie und der Maschinenbau.
Im Jahr 2008 machen sie 73 Prozent der FuE-Gesamtaufwendungen aus.
- Der Anteil von FuE am Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Wirtschaftssektor lag
2008 bei 1,84 Prozent. Das ist ein guter Wert, lag er 2007 doch noch bei
1,78 Prozent. Die FuE-Intensität auf gesamtstaatlicher Ebene belief sich
im Jahr 2007 (Wert für 2008 liegt noch nicht vor) auf 2,54 Prozent am
BIP. Es ist davon auszugehen, dass Deutschland 2008 sich nochmals an
das Lissabon-Ziel angenähert hat. Die Drei-Prozent-Marke konnte allerdings
nicht erreicht werden. Vermutlich wird der Wert bei 2,6 Prozent liegen.
- Im Jahr 2007 waren rund 322.000 Personen in Unternehmen und Institutionen für Gemeinschaftsforschung (gemessen im "Vollzeitäquivalent") im FuE-Bereich tätig – ein Zuwachs gegenüber 2006 um drei Prozent. Für 2008 beziffert sich die Zahl des in der Wirtschaft beschäftigten FuE-Personals auf fast 333.000. Gegenüber 2007 ist dies ein weiteres Plus um 3,4 Prozent.
- In Deutschland sind die Forschungskapazitäten regional unterschiedlich verteilt: Die wichtigsten FuE-Zentren sind in den südlichen Bundesländern konzentriert.