Hochschulen beschreiten neue
Wege für mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler
MINT-Wettbewerb: Stifterverband und Nixdorf Stiftung zeichnen
vorbildliche Projekte aus
18. Februar 2010
Mit insgesamt 1,6 Millionen Euro fördern der Stifterverband und die Heinz Nixdorf Stiftung sechs Vorhaben an deutschen Hochschulen, die mit neuen Konzepten mehr Ingenieure und Naturwissenschaftler ausbilden wollen. Sie wurden nach öffentlicher Präsentation vor einer Expertenkommission am 17. Februar 2010 in Berlin ausgewählt. Die Sieger werden mit jeweils bis zu 300.000 Euro gefördert.
Die Jury macht mit ihrer Auswahl deutlich, wie groß die Vielfalt innovativer Ideen
an den deutschen Hochschulen ist, um Interesse für Natur- und Technikwissen-
schaften zu wecken und Studierende zum erfolgreichen Abschluss zu führen.
Die ausgezeichneten Hochschulen sind:
- Technische Universität Berlin
TU MINT –Strategien zur Nachwuchsförderung an der Technischen Universität Berlin - Ruhr-Universität Bochum
MP²-Mathe/Plus/Praxis – Nachhaltigkeit im Studienerfolg an der Ruhr-Universität Bochum - Hochschule Bremerhaven
"Früh übt sich" –Schüler auf experimentellen Spuren des Studiums - Fachhochschule Gelsenkirchen
FH kooperativ - Verbundantrag Hamburg
NaT – Wir schmieden eine Bildungskette für Hamburg! Nachwuchs fördern durch Vernetzung. Hochschulen arbeiten mit Schulen und Unternehmen zusammen - Hochschule Zittau/Görlitz
Entwicklung eines Praktikumsparks "Lebendiger Energiemix" zur Nach-
wuchsförderung in den MINT Fächern an der Hochschule Zittau/Görlitz
Die Präsentation bildete das Finale im Hochschulwettbewerb des Stifterverban-
des und der Nixdorf Stiftung "Nachhaltige Hochschulstrategien für mehr MINT-
Absolventen". Insgesamt hatten sich im vergangenen Jahr 61 Hochschulen an
dem Wettbewerb beteiligt. Ziel dieses Wettbewerbs ist es, Hochschulen dazu
zu ermuntern, nachhaltig wirksame Ideen zu entwickeln, um die Zahl der Stu-
dienanfänger zu erhöhen, die Abbruchquoten zu senken und mehr internatio-
nale Studierende zu gewinnen.
Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes und Vorsitzender der
Auswahljury, erklärte: "In zehn Jahren droht in Deutschland eine Fachkräftelücke,
die Wirtschaft und Wissenschaft gleichermaßen betreffen und deren Entwicklung
hemmen wird. Es ist Zeit zu handeln. Noch können wir das Problem des fehlen-
den Nachwuchses abwenden. Die von uns ausgezeichneten Hochschulen zeigen,
wie man mit frischen Ideen das Problem anpacken kann."
Absolventen der sogenannten MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Natur- und
Technikwissenschaften) werden in Zukunft besonders gefragt sein. Denn trotz
Wirtschaftskrise gibt es in Deutschland zahlreiche unbesetzte Stellen im MINT-
Bereich. Während der Bedarf langfristig wächst, steigt die Zahl von MINT-Absol-
venten kaum, ihr Anteil an allen Studienabsolventen hat sogar in den vergange-
nen zehn Jahren abgenommen.
Pressekontakt
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