Akademische Bildung:
Unternehmen investieren
mehr als 2 Milliarden Euro

18. November 2010

Unternehmen in Deutschland haben im vergangenen Jahr mindestens
2,2 Milliarden Euro in die Hochschulbildung investiert. Damit wendeten
die Unternehmen doppelt so viel Geld für die akademische Bildung auf
wie für Forschungsprojekte an Hochschulen. Zu diesem Ergebnis kommt
eine gemeinsame Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW)
und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, die erstmals den
Beitrag der Wirtschaft zu Studium und Lehre ermittelt haben.

Am stärksten unterstützen die Unternehmen die Studenten: Für sie gaben
die Betriebe 2009 insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro aus. Das Geld floss
in die Übernahme von Studiengebühren, die Betreuung von Studenten,
Praktikumsplätze, Freistellungen von studierenden Mitarbeitern und in
Stipendien.

Für die Ausstattung der Universitäten und Fachhochschulen wurden 2009
fast 642 Millionen Euro – also ein gutes Viertel der gesamten Förderung
– aufgewendet, wobei allein 485 Millionen Euro für Stiftungsprofessuren,
den Bau neuer Gebäude oder als allgemeine Spende vorgesehen waren.
Sachspenden machten immerhin 157 Millionen Euro aus.

De facto stellt das 2,2-Milliarden-Euro-Engagement der Betriebe sogar nur
eine Untergrenze dar. So fehlen in der Rechnung diverse Maßnahmen –
beispielsweise die finanziellen Zuwendungen von Unternehmensstiftungen,
Ausgaben für akademische Bildung im Ausland  oder Software-Spenden.


Grafiken

Detaillierte Ergebnisse der Untersuchung (PDF-Download)