Sprachen ohne Grenzen:
Internationales Forum zum
Thema Mehrsprachigkeit
Das Goethe-Institut veranstaltet zusammen mit dem Stifterverband,
der Akademie der Künste und weiteren Partnern ein internationales
Forum zum Thema Mehrsprachigkeit.
15. September 2009
Kulturelle Vielfalt ist auch sprachliche Vielfalt. Wie kann sie in Zeiten der Globalisierung erhalten und gefördert werden? Was sind die Voraussetzungen für einen gelingenden Dialog zwischen den Kulturen? Und was bedeutet all das für eine zukunftsorientierte Sprachenpolitik?
Goethe-Institute in über 30 Ländern haben sich zwei Jahre lang mit dem Phänomen der Mehrsprachigkeit als Ressource für das politische, kulturelle, wissenschaftliche und wirtschaftliche Leben auseinandergesetzt. Die Ergebnisse der Projekte werden vom 17. bis 19. September 2009 in der Akademie der Künste am Pariser Platz in Berlin zusammengeführt. Mit Vorträgen und Fachdiskussionen, einer interaktiven Vorlesung und der Uraufführung eines Theaterstücks über Papua-Neuguinea wendet sich das Programm gleichermaßen an Experten wie an andere Interessierte.
17. September: Eröffnung
Leonard Orban, Schirmherr des Projekts und als Mitglied der Europäischen Kommission zuständig für Mehrsprachigkeit, wird gemeinsam mit Martin Kobler, Leiter der Abteilung für Kultur und Kommunikation im Auswärtigen Amt, und Klaus-Dieter Lehmann, Präsident des Goethe-Instituts, die Veranstaltungsreihe am Abend des 17. September eröffnen.
Teilnahme nur mit Einladung; für Presse mit Akkreditierung
18. September: Mehrsprachigkeit und Bildung
Welche Rolle spielt das Englische als erste Fremdsprache für das Erlernen weiterer Fremdsprachen? In einer interaktiven Vorlesung wird gezeigt, wie man gleichzeitig fünf Sprachen einer Sprachenfamilie lernen kann. Konkrete Beispiele aus der Mehrsprachigkeitsdidaktik werden neben einer Diskussion zu den Vor- und Nachteilen der Mehrsprachigkeit zu erleben sein. Eine in Zusammenarbeit mit der Deutschen Welle organisierte Diskussion mit Journalisten – unter anderen von Radio France Internationale und Al Jazeera – widmet sich der Mehrsprachigkeit in internationalen Medienunternehmen.
18./19. September: Sprache und Integration
Wie können Mehrsprachigkeit und Zuwanderung erfolgreich organisiert werden? Aktuelle Ansätze sprachlicher Integration von Migranten in Europa werden thematisiert: Die Einbeziehung der Herkunftssprachen und das bisher unterschätzte gesellschaftliche Potential dieser Sprachenvielfalt sollen ebenso erörtert werden wie das Thema Sprachprüfungen in Europa. Die Konferenz wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Deutsche Sprache sowie der Association of Language Testers in Europa veranstaltet und durch den Europäischen Integrationsfonds gefördert.
19. September: Mehrsprachigkeit und Wirtschaft
Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutieren die Ergebnisse zweier Studien zum Thema Mehrsprachigkeit in Unternehmen. Dabei geht es auch um die Chancen eines strategischen Sprachwissensmanagements.
19. September: Konferenz "Mehrsprachigkeit in den Wissenschaften"
Die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) in Kooperation mit der Alexander von Humboldt-Stiftung veranstaltete Konferenz fragt unter anderem nach der Bedeutung von Englisch als Wissenschaftssprache: Ist Mehrsprachigkeit in den Naturwissenschaften überhaupt praktikabel? Und wie steht es andererseits mit der Englischkompetenz an deutschen Hochschulen? Beispiele einer erfolgreichen Integration von Mehrsprachigkeit in Hochschul-Curricula werden präsentiert. Anschließend lotet eine Podiumsdiskussion Perspektiven der akademischen Mehrsprachigkeit und ihrer Förderung aus.
Neben den Fachdiskussionen findet am 18. September die Weltpremiere des Theaterstücks "Unserdeutsch – ein dokumentarisches Südseemärchen" statt, ein Film zeigt den Einfluss der Bollywood-Filme auf die Verbreitung des Hindi in Indien und afrikanische Jugendliche treten bei einer Theatervorführung mit deutschen Jugendlichen in einen mehrsprachigen Dialog. Die Ergebnisse der weltweiten Goethe-Instituts-Projekte zum Thema „Mehrsprachigkeit“ werden im Rahmen einer multimedialen Ausstellung präsentiert und bei einer Stadtführung kann man die Sprachenvielfalt in Berlin erforschen.
| Sprachen ohne Grenzen ist ein Projekt des Goethe-Instituts in Zusammenarbeit mit dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, der Akademie der Künste und weiteren Partnern. Es steht unter der Schirmherrschaft von Leonard Orban, Mitglied der Europäischen Kommission, zuständig für Mehrsprachigkeit. |