Dresden, Kiel und Potsdam im Finale von "Wissenschaft interaktiv"

Beim Publikumspreis "Wissenschaft interaktiv" haben drei Projekte aus

Dresden, Kiel und Potsdam das Finale erreicht. Sie sind jetzt eingeladen,

sich beim diesjährigen Wissenschaftssommer in Saarbrücken (20. bis

26. Juni 2009) zu präsentieren. Dort werden dann die Besucher ent-

scheiden, wer den Wettbewerb gewinnt.


6. April 2009

Die drei von einer Jury ausgewählten Projekte bieten neue Zugänge zur Welt der Wissenschaft: Im begehbaren Auge des DFG-Forschungszentrums für Regenerative Therapien in Dresden bieten sich den Besuchern ungewöhnliche Ausblicke, während der simulierte Sandsturm der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel über das Problem Winderosion aufklärt. Das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Potsdam nimmt die Besucher mit in die Welten von Newton und Einstein. Insgesamt hatten sich 17 Einrichtungen um die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung beworben.

"Wissenschaft interaktiv", der Publikumspreis für herausragende Wissenschaftskommunikation, wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und der Initiative Wissenschaft im Dialog ausgeschrieben und richtet sich an Teams aus Wissenschaft und Presse/Öffentlichkeitsarbeit. Die drei Projekte im Finale werden vom Stifterverband jeweils mit einer Summe von 8.000 Euro ausgestattet, damit sie die auf dem Papier entstandenen Ideen auch in die Tat umsetzen können.


Auf dem Wissenschaftssommer in Saarbrücken stehen
folgende Projekte zur Wahl:

EinBlick ins Auge – Ausblick Stammzelle

DFG Forschungszentrum für Regenerative Therapien Dresden

Sehen, wie das Auge sieht – das kann man im begehbaren Augapfel, in dem eine nachempfundene Netzhaut zum Experimentierfeld für die Besucher wird. Hier können die auf der Netzhaut befindlichen Stäbchen und Zapfen – die einen verantwortlich für das Farbensehen, die anderen für das Hell-Dunkel-Sehen – entfernt oder wieder eingesetzt werden. Eine Projektion verdeutlicht, wie sich das individuelle Sehvermögen ändern würde. Das Team aus Dresden berichtet außerdem aus seinem Forschungsgebiet und klärt über mögliche Therapieansätze zur Heilung von Sehbehinderungen auf.


Vom Wind verweht – eine interaktive Ausstellung zum Thema Winderosion

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Jeder hat es beim Badeurlaub schon beobachtet, wenn der Wind den trockenen Sand in langen Bändern über den Strand treibt, um ihn an windgeschützter Stelle als Wellenmuster wieder fallen zu lassen. Was für manchen eine Urlaubserinnerung ist, wird für viele Menschen zunehmend zum Problem: Die so genannte Winderosion trägt beispielsweise die obere Erdschicht von Ackerflächen ab, macht diese somit unfruchtbar und fördert so die Ausbreitung von Wüsten. Das Exponat soll die Besucher dafür sensibilisieren, wie Winderosion wirkt und welche Rezepte es gibt, um sie zu mindern.


Von Newton zu Einstein

Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik Potsdam

Wie weit der Apfel vom Stamm fällt ist nicht klar – nur eines ist sicher: Er fällt. Der Legende nach hat diese Erkenntnis Isaac Newton (1643-1723) dazu gebracht, die drei Grundgesetze der Bewegung zu formulieren und den Begriff der Gravitation einzuführen. Erst die Relativitätstheorie von Albert Einstein zeigte, dass Newtons klassische Mechanik einen Spezialfall behandelt und unter bestimmten Bedingungen an Grenzen stößt. Eine kleine Erlebniswelt nimmt die Besucher mit in die Welt von Newton und Einstein, wo Ausstellungslotsen die Besonderheiten beider Gedankengebäude erläutern.


Welches Projekt am anschaulichsten Wissenschaft erklärt und welches Team die Gewinnsumme von 10.000 Euro mit nach Hause nehmen darf, entscheidet per Abstimmung das Saarbrücker Publikum während des Wissenschaftssommers. Im Rahmen der großen Zeltausstellung auf dem Tbilisser Platz in Saarbrücken präsentieren die drei Finalisten ihre Projekte vom 20. bis zum 26. Juni 2009. Dort kann jeder Besucher bis zum 24. Juni seinen Favoriten wählen.

Die Preisverleihung ist öffentlich und findet am 24. Juni 2009 um 19.30 Uhr auf der MS Wissenschaft statt, die auf der Saar direkt unterhalb des Finanzministeriums festmachen wird. (Einlass ab 19.00 Uhr).

Wissenschaft im Dialog