Stiftungen trotzen der Krise
Gutes Jahresergebnis des Stifterverbandes: Wertsicherung hat
große Vermögensverluste verhindert. Das Stiftungsvermögen ist
auf zwei Milliarden Euro gestiegen.
23. Januar 2009
Der Stifterverband blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2008 zurück. Insbesondere der Bereich der Stiftungen hat sich überdurchschnittlich gut entwickelt. Spezielle Wertsicherungssysteme des Stifterverbandes haben nur zu sehr geringen Vermögensverlusten der mehr als 400 Stiftungen unter dem Dach des Stifterverbandes geführt. Insgesamt haben die Stiftungen durch die Kapitalmarktkrise eine Wertminderung von sechs Prozent hinnehmen müssen, also deutlich weniger als bei vergleichbaren Anlegern. "Wir haben die Aktienquote schon früh im Jahr deutlich gesenkt und die Festgeldpositionen erhöht, so dass die dramatischen Kursrückgänge des zweiten Halbjahres 2008 unsere Stiftungsvermögen nur noch sehr abgemildert getroffen haben", sagte der Generalsekretär des Stifterverbandes, Andreas Schlüter, in Berlin.
Insgesamt betreut der Stifterverband jetzt 431 Stiftungen mit einem Gesamtvermögen von zwei Milliarden Euro. Allein im vergangenen Jahr konnte der Stifterverband 32 neue Stiftungen verbuchen. Insgesamt gaben die Stiftungen 106 Mio. Euro für ihre Förderzwecke aus, das sind 12,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch der Stifterverband selbst konnte sein Jahresergebnis steigern: 32,4 Mio. Euro flossen 2008 aus Spenden der Wirtschaft in die Förderung des Wissenschafts- und Hochschulsystems, rund eine Million Euro mehr als im Jahr 2007.
Insgesamt wendeten der Stifterverband und die ihm angeschlossenen Stiftungen im abgelaufenen Jahr 138,4 Mio. Euro für die Förderung von Wissenschaft, Forschung und Bildung auf.