Oldenburgs Jahr als Stadt der Wissenschaft hat begonnen

Unter dem Motto "Übermorgenstadt – Talente, Toleranz, Technologie"

stehen bis Dezember mehrere Hundert Veranstaltungen auf dem

Programm.


22. Januar 2009

Eröffnungsfeier zum Oldenburger Jahr als Stadt der Wissenschaft (Foto: Pressestelle Oldenburg - Stadt der Wissenschaft)Mit einem durch Muskelkraft ausgelösten Feuerwerk auf der Bühne des ausverkauften Staatstheaters (Foto li.) startete Oldenburg am 21. Januar in sein Jahr als Deutschlands Stadt der Wissenschaft.

Die zahlreichen Veranstaltungen sollen vor allem zeigen, welche Rolle die Wissenschaft im Alltag der Bürgerinnen und Bürger spielt und welches Potenzial sie für die weitere Entwicklung der Stadt bietet. Oldenburg hatte sich bei dem vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft ausgeschriebenen Wettbewerb im Februar 2008 gegen Konkurrenten  wie Lübeck und Konstanz durchgesetzt.

Begonnen hatte der Tag mit einem Gruß aus Thüringen. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister von Jena, der Stadt der Wissenschaft 2008, übergab seinem Oldenburger Amtskollegen Gerd Schwandner im Kulturzentrum PFL einen von der Künstlerin Kirsten Weining gestalteten "Sprechenden Sitzwürfel". Er wird in den kommenden Monaten seinen Platz auf dem Gelände der Fachhochschule Oldenburg/Ostfriesland/Wilhelmshaven finden.

Der von Markus Müller, Generalintendant des Oldenburgischen Staatstheaters, moderierte Abend stand dann bereits ganz im Zeichen der Wissenschaft – und zeigte, wie sich die Planer um Projektleiter Rainer Lisowski in den kommenden Monaten den spielerischen Umgang mit durchaus schwierigen Themen vorstellen. So verblüffte etwa Bernhard Wolff vom "Think Theatre" die Zuschauer mit seiner Fähigkeit, rückwärts zu sprechen. Er erklärte, wo sich Ideen befinden, bevor sie ausgesprochen werden.

Für Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner stellte das bunte, multimediale Programm des Eröffnungsabends einen Vorgeschmack auf das dar, was kommen wird: "Ein Jahr voller unterhaltsamer, informativer und anregender kleiner und großer Highlights. Manches wird uns dabei zauberhaft erscheinen, einiges schleierhaft, vieles wird uns beeindrucken, und sicher alles kann uns Spaß machen."

Vorgestellt wurde darüber hinaus ein Projekt, an dem sich die Oldenburgerinnen und Oldenburger bereits einige Monate lang aktiv beteiligt hatten: die Zukunftsfrage. Sie berührt all jene Themen, von denen sich die Bürgerinnen und Bürger eine entscheidende Rolle in ihrem weiteren Leben erwarten: "Wie machen wir Oldenburg zu einer lebendigen und lebenswerten Stadt – die allen Einwohnerinnen und Einwohnern gleiche Chancen bietet, den Herausforderungen des Klimawandels gewachsen und als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort attraktiv ist?" Bis zum Ende des Jahres sind gesellschaftliche Gruppen aller Art – also etwa Vereine und Parteien, Firmen und Institutionen, Kirchen und Künstler – aufgefordert, Antworten zu finden.

Schwandner gab sich bei der Auftaktveranstaltung zuversichtlich, "dass wir die – berechtigterweise – hohen Erwartungen an dieses Jahr erfüllen werden" und lud alle Bürgerinnen und Bürger sowie alle Gäste, die während dieser Zeit nach Oldenburg kommen, ein, "sich selbst von der Vielfalt und der Qualität der Angebote zu überzeugen".