Drei Sieger im Wettbewerb für weltoffene Universitäten

Die Universitäten Bayreuth, Braunschweig und Greifswald erhalten

jeweils bis zu 125.000 Euro zum Aufbau von "Welcome Centres"

für die Betreuung ausländischer Forscher.


23. Oktober 2008

Die Universitäten Bayreuth, Braunschweig und Greifswald sind die Gewinner des Welcome-Centres-Wettbewerbs für weltoffene Universitäten in Deutschland, den die Alexander von Humboldt-Stiftung, die Deutsche Telekom Stiftung und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft zum zweiten Mal eröffnet hatten. Die Sieger setzten sich in einem Feld von 31 Bewerbern durch. Die Universitäten Heidelberg und Köln erhalten Belobigungen.

Plakat zur zweiten Wettbewerbsrunde "Welcome Centres""Mit dem Wettbewerb soll ein Impuls für die Internationalisierung der deutschen Universitäten gegeben werden. Ein Welcome Centre ist ein Standortvorteil und ein Werbeargument im Wettbewerb um international mobile Forscher", sagte der Vorsitzende der Auswahl-Jury und Generalsekretär der Alexander von Humboldt-Stiftung Dr. Georg Schütte.

Die Jury, bestehend aus Vertretern von Humboldt-Stiftung, Deutsche Telekom Stiftung und Stifterverband sowie Wissenschaftlern und Experten im internationalen Wissenschaftleraustausch, kürte Universitäten, die mit innovativen Konzepten dafür sorgen, dass sich internationale Forscherinnen und Forscher in Deutschland willkommen fühlen und sich unter besten äußeren Bedingungen ganz auf ihre Arbeit konzentrieren können. Die drei ausgewählten Universitäten werden als "Welcome Centre für international mobile Forscher" ausgezeichnet und erhalten jeweils bis zu 125.000 Euro zur Verwirklichung ihrer Ideen. Die Preisverleihung wird am 15. Januar 2009 in Berlin stattfinden.

Die drei Siegeruniversitäten erfüllten nach Ansicht der Jury am besten die ausschlaggebenden Kriterien, etwa der Vorbildcharakter des Gesamtkonzepts, ein Mehrwert gegenüber Bestehendem sowie die Nachhaltigkeit und Vernetzung mit anderen Einrichtungen. Darüber hinaus hat jede der drei Gewinneruniversitäten etwas Besonderes zu bieten:

  • Die Universität Bayreuth kombiniert eine Datenbank, die alle wichtigen Informationen über die Anzahl der Gastwissenschaftler, ihre Projekte und Kooperationspartner sowie ihre Bedürfnisse erfasst, mit einem Meldeverfahren für die Gastinstitute und schafft damit eine sichere statistische Grundlage, die vielen Universitäten fehlt. Darüber hinaus will sie im Internetportal Kooperationen mit Universitäten im Ausland intensivieren.
  • Die Technische Universität Braunschweig setzt neben der umfassenden fachlichen und rechtlichen Beratung der Wissenschaftler auf eine Kooperation mit regionalen Wirtschaftsunternehmen und Großforschungseinrichtungen, die ihrerseits mit international mobilem Personal arbeiten und an einem fachlichen Austausch interessiert sind. Auf diesem Weg will sie auch Unterstützung für die Jobvermittlung für Partner leisten.
  • Die Universität Greifswald hat sich im Wettbewerb mit dem Konzept durchgesetzt, auf die enge Vernetzung mit den anderen Forschungseinrichtungen der Stadt und der Region zu setzen und das Welcome Centre zum Knotenpunkt der dortigen Internationalisierungsaktivitäten zu machen. So sollen auch Partnerschaften mit Universitäten in Skandinavien, dem Baltikum und Osteuropa ausgebaut werden.


"Die zweite Ausschreibungsrunde hat deutlich gezeigt, dass das Niveau der Anträge im Vergleich zur ersten Runde im Jahr 2006 durchweg gestiegen ist. Wir freuen uns, dass die Sieger der ersten Wettbewerbsrunde ganz augenscheinlich als Vorbilder genommen wurden, denn genau das ist ja das Ziel unserer Wettbewerbe: die Möglichkeit zu eröffnen, von den Besten zu lernen. Die drei Siegerhochschulen haben das in vorbildlicher Weise getan!", sagte der Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Andreas Schlüter.

Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer Deutsche Telekom Stiftung, unterstrich den nachhaltigen Erfolg des Wettbewerbs: "Mit insgesamt sechs geförderten Universitäten wird der Wettbewerb eine Signalwirkung für die Positionierung im internationalen Wettbewerb um die besten Köpfe entfalten. Welcome Centers wird es schon sehr bald an jeder deutschen Universität geben."


Wettbewerbspartner


Die Alexander von Humboldt-Stiftung
Jährlich ermöglicht die Humboldt-Stiftung über 1.800 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Die Stiftung pflegt ein Netzwerk von weltweit rund 23.000 Humboldtianern aller Fachgebiete in 130 Ländern – unter ihnen 40 Nobelpreisträger.

Die Deutsche Telekom Stiftung
wurde im Dezember 2003 gegründet, um den Bildungs-, Forschungs- und Technologiestandort Deutschland zu stärken. Mit einem Kapital von 100 Millionen Euro gehört sie zu den größten Unternehmensstiftungen in Deutschland. Die Stiftung setzt sich gleichermaßen für die Breiten- wie die Spitzenförderung ein und engagiert sich gezielt für die Verbesserung des Bildungssystems in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Partner dabei sind Kindergärten, Schulen, Hochschulen und andere Einrichtungen aus Bildung, Forschung und Wissenschaft.

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Michael Sonnabend

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