Gemeinnütziger Sektor wird erstmals systematisch erhellt

Stifterverband, Fritz Thyssen Stiftung und Bertelsmann Stiftung

starten das Projekt "Zivilgesellschaft in Zahlen".


24. April 2008

Der gemeinnützige Sektor ("dritter Sektor", Nonprofit-Sektor) in Deutschland verändert sich sehr dynamisch. Präzise und verlässliche Daten zur ökonomischen, arbeitsmarkt- und gesellschaftspolitischen Bedeutung sowie zur Struktur des gemeinnützigen Sektors in Deutschland und seiner Entwicklung fehlen gleichwohl. Stifterverband, Thyssen- und Bertelsmann-Stiftung erheben nun in Zusammenarbeit mit dem Bundesfamilienministerium und dem Statistischen Bundesamt erstmals systematisch, international vergleichbar und regelmäßig Fakten und Trends zur Zivilgesellschaft.

Das Projekt "Zivilgesellschaft in Zahlen" will die Bemühungen um bessere politische, finanzielle und strukturelle Rahmenbedingungen für den gemeinnützigen Sektor auf eine sichere Datenbasis stellen. Kooperationspartner ist die "Initiative ZivilEngagement" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Die erhobenen Daten sollen mittelfristig als Teil der amtlichen Statistik etabliert werden. Die Ergebnisse sollen bis Anfang 2011 vorliegen und dazu dienen, im Dialog mit Politik, Wissenschaft und Akteuren der Zivilgesellschaft Zukunftsperspektiven für den gemeinnützigen Sektor zu entwickeln.

Verwirklicht wird das Projekt auf Basis international anerkannter Erhebungsmethoden. Diese sind im "UN Handbook on Non-Profit Institutions in the System of National Accounts" zusammengefasst und werden bereits in zahlreichen Ländern angewandt. Das macht einen länderübergreifenden Vergleich möglich. Unter anderem sollen die Daten, die bereits beim Statistischen Bundesamt, den Statistischen Landesämtern, Verbänden und anderen Organisationen des gemeinnützigen Sektors vorliegen, zusammengeführt und aufbereitet werden.

Die Untersuchung startete mit einer Fachtagung am Montag, 28. April 2008, in der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens in Berlin.

Link  Programm der Auftakttagung vom 28. April 2008 (pdf)

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Andreas Kladroba

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