Klaus J. Hopt ist Hamburgs bester Doktorvater

Die Claussen-Simon-Stiftung zeichnet einen prominenten

Wirtschaftsjuristen aus.


11. März 2008

Die Claussen-Simon-Stiftung im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft verleiht ihren "Preis für Mentorship" in diesem Jahr an Professor Dr. Dr. Klaus J. Hopt vom Max Planck Institut für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg. Der mit 25.000 Euro dotierte Preis zeichnet Professoren für die besonders vorbildliche Betreuung ihrer Doktoranden aus. Mit ihrem Preis reagiert die Hamburger Stiftung auf die kaum ausgeprägte Mentorenkultur an deutschen Hochschulen. Sie will mit dem Preis darauf hinweisen, dass der wissenschaftliche Nachwuchs einer intensiven Betreuung durch Hochschullehrer bedarf.

Die Besonderheit des Preises: Vorschlagsberechtigt sind ausschließlich ehemalige Doktoranden, die ihre Promotion an einer der Hamburger Hochschulen abgeschlossen haben. In einem umfangreichen Fragebogen legen die Nominierenden dar, in welchem Ausmaß ihr wissenschaftlicher Betreuer sie bei ihrem Promotionsvorhaben unterstützt hat.

In der Beurteilung durch ehemalige Doktoranden zeichnet sich der Preisträger Hopt durch eine qualitativ hohe fachliche Beratung und Förderung aus. Er ist für seine Doktoranden jederzeit erreichbar und antwortet zeitnah per E-Mail auf Anfragen. Hopt mache keine inhaltlichen Vorgaben, sondern gebe Ratschläge, so ein ehemaliger Doktorand. Dadurch werde die fachliche Selbstständigkeit gefördert. Als besonders hilfreich wurde Hopts Unterstützung bei der Vermittlung von Stipendien bewertet. Auch seine Doktorandenseminare seien unter Beteiligung zahlreicher Referenten sowie ausländischer Gastwissenschaftler weit über normalem Niveau. Hopt vermittele auf diese Weise wichtige Kontakte und fördere die Netzwerkbildung sowie die Karriereplanung seiner Doktoranden.

Auf die siebte Auslobung des Preises hatten 25 ehemalige Doktoranden Vorschläge zur Nominierung von 22 wissenschaftlichen Betreuern eingereicht. Klaus J. Hopt ging mit der höchsten Punktzahl als diesjähriger Preisträger hervor.

Der 67-jährige Jurist Hopt gehört zu den angesehensten deutschen Wirtschaftsrechtlern. Er studierte Rechtswissenschaft, Volkswirtschaftslehre und politische Wissenschaften in München, Tübingen, Bilbao, Paris und New York. Von 1974 bis 1978 war Hopt Professor an der Universität Tübingen, 1978 bis 1980 an der Europa-Universität in Florenz, 1980 bis 1985 erneut in Tübingen, von 1985 bis 1987 an der Universität Bern und von 1987 bis 1995 an der Universität München. Seit 1995 ist Hopt Direktor am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg. Seit 2002 ist er Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Stiftung
Die Claussen-Simon-Stiftung wurde 1981 von dem damaligen Vorsitzenden des Aufsichtsrates und langjährigen Vorsitzenden des Vorstandes der Beiersdorf AG, Georg W. Claussen, anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Unternehmens errichtet. Zur Ausstattung des Vermögens der Stiftung - es beträgt heute rund 80 Mio. Euro - trugen Mitglieder der Familie des Stifters (Ebba Simon) und die Beiersdorf AG bei.