Die Stadt der Wissenschaft 2009 heißt Oldenburg

Der Stifterverband verleiht den begehrten Titel zum fünften Mal.

Die Finalisten Konstanz, Oldenburg, Lübeck stellten die Jury mit

überzeugenden Präsentationen vor eine schwere Wahl.


28. Februar 2008

Die drei Städte hatten ihre Konzepte  im Jenaer Volksbad unter Führung der Oberbürgermeister vor der vom Stifterverband eingesetzten Jury präsentiert. Rund 250 Vertreter aus den Bewerberstädten und der amtierenden Stadt der Wissenschaft Jena verfolgten die "abwechslungsreichen und originellen Präsentationen", so der Juryvorsitzende Joachim Treusch. Bei der Preisverleihung überreichte der Präsident des Stifterverbandes, Arend Oetker, die Siegerurkunde an den Oberbürgermeister der Stadt Gerd Schwandner. Mit der Auszeichnung ist eine Förderung in Höhe von bis zu 250.000 Euro verbunden.

Die Stadt Oldenburg hatte sich als "Übermorgenstadt" beworben. Der Vorsitzende der Jury, Joachim Treusch, Präsident der Jacobs University Bremen, sagte: "Der Entscheid war so schwierig wie noch nie." Die Jury diskutierte kontrovers und benötigte für ihre Beratungen deutlich mehr Zeit als vorgesehen. "Der Stifterverband ermutigt alle drei Städte, ihre überzeugenden Ideen so zu verwirklichen wie geplant", sagte Stifterverband-Generalsekretär Andreas Schlüter.

Die Jury beurteilte die Bewerbungen nach folgenden zehn Kriterien:
1. Vielfalt der geplanten Aktivitäten
2. Zielgruppenorientierung
3. Originalität des Konzepts
4. Interdisziplinäre Aktivitäten
5. Kooperationen zwischen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen
6. Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft
7. Kooperationen zwischen Wissenschaft und Kunst/Kultur
8. Realisierbarkeit
9. Nachhaltiger Aufbau des Netzwerkes
10. Interesse der Stadt

Der Stifterverband hatte den Wettbewerb "Stadt der Wissenschaft" für das Jahr 2009 zum fünften Mal ausgelobt. Insgesamt haben sich an dem Wettbewerb in den ersten fünf Wettbewerbsrunden über 50 Städte beworben. Mit dem Wettbewerb möchte der Stifterverband dazu beitragen, dass die Städte sich ihres Potenzials bewusst werden, sich für die Schaffung von Netzwerken, insbesondere zwischen Wissenschaft und Wirtschaft und zwischen Wissenschaft und Kultur, aktiv einsetzen und durch die Öffnung der Wissenschaft für die Bürger der Stadt einen Identifikationswert schaffen.

Im Jahr 2010 wird der Stifterverband den Wettbewerb für ein Jahr aussetzen und nach fünf Jahren eine erste Bilanz der in den Bewerberstädten und den Siegerstädten bewirkten Veränderungen ziehen. Für das Jahr 2011 will er den Wettbewerb mit veränderten Bewerbungsmodalitäten und zusätzlichen Kriterien erneut ausschreiben.

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Michael Sonnabend

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