Web-Umfrage: Comeback des Diploms?
Als Ende 2010 bekannt wurde, dass die Hochschulen in Mecklenburg-Vorpommern die Wiedereinführung des
akademischen Grades „Diplom“ anstreben, hatte die Bildungspolitik wieder einmal ein Aufregerthema.
Was war genau geschehen? Im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern beschloss der Bildungsausschuss mit den Stimmen
von SPD, CDU und Linken eine Ergänzung zum Hochschulgesetz. Danach soll eine Hochschule auf Antrag des Studierenden
im Fall eines abgeschlossenen Masterstudiums anstelle des "Masters" auch ein Diplom verleihen können, sofern sichergestellt
ist, dass die erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen dem eines Diplom-Studiengangs mindestens gleichwertig sind.
Die Reaktionen ließen natürlich nicht lange auf sich warten: Während sich ein breite Ablehnungsfront von Hochschulrektoren,
Wirtschaftsverbänden und arbeitgebernahen Vereinigungen (auch der Stifterverband sprach sich gegen das Vorhaben aus)
bildete, gab es auch eine Reihe von Fürsprechern, die in dem Vorgehen ein "Lehrstück in Profilbildung" (FAZ) sehen. Wenn,
so ihr Argument, Bachelor und Master auf dem Arbeitsmarkt bessere Chancen böten, dann würden sich die Studierenden
auch sicher für diesen Abschluss entscheiden. So lobt denn auch die IHK Rostock diese Wahlfreiheit für die Studierenden.