Pascal Hetze:
Ingenieurmangel – alles andere
als eine Fata Morgana
9. März 2011
Eine vermeintlich etablierte Mehrheitsmeinung herauszufordern, verspricht
Aufmerksamkeit. So auch beim Thema Fachkräftemangel in den so genann-
ten MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik).
Ist der drohende Fachkräftemangel bei Ingenieuren und Naturwissenschaft-
lern also nur eine Fata Morgana, wie einige Stimmen inzwischen medien-
wirksam behaupten? Sind die steigenden Absolventenzahlen in den MINT-
Fächern, die als politische Erfolgsmeldungen kursieren, ein Anlass zur
Entspannung im Werben um mehr MINT-Studierende? Die Antwort auf
beide Fragen kann nur lauten: Keineswegs!
Richtig ist: Das Tief beim Ingenieurnachwuchs Anfang dieses Jahrzehnts ist
überwunden. Doch ein Drittel mehr Ingenieurabsolventen gegenüber 2001
bedeutet auch: Wir haben gerade einmal das Niveau der frühen 1990er
Jahre erreicht. Zudem sind weniger die absoluten als die relativen Zahlen
entscheidend. Denn mit einer Akademisierung der Berufswelt steigen die
Studierendenzahlen über alle Fächer hinweg an. Statt einer technischen
Berufsausbildung wählen also mehr junge Menschen ein technisches Stu-
dium. Ein Alarmsignal ist es deshalb, dass der Anteil der Ingenieure an
allen Absolventen so stark gesunken ist. Waren es in den 1980er und
1990er Jahren noch an die 25 Prozent Absolventen mit Technikstudium,
so sind es aktuell nur noch 16 Prozent.
Und wie sieht es mit den absoluten Zahlen der Absolventenjahrgänge in der
Zukunft aus? Ein Blick auf die Geburtenzahlen zeigt: Der Jahrgang der heute
20-jährigen Studienanfänger ist fast 50 Prozent größer als der Jahrgang,
der in 20 Jahren an die Hochschulen gehen wird. Zudem blähen doppelte
Abiturjahrgänge und der Wegfall der Wehrpflicht die Zahl der Studienanfän-
ger kurzfristig künstlich auf. Wenn wir diese vorübergehende Boomphase
nicht für entsprechende Ausbildung in MINT-Fächern nutzen, ist der Tech-
nologie-Standort Deutschland ernsthaft in Bedrängnis. Und mit ihm die Basis,
die uns dabei geholfen hat, die Wirtschaftskrise besser als andere Länder
zu bewältigen, namentlich Irland und Großbritannien, deren Wirtschafts-
struktur von einem starken Dienstleistungs- und Bankensektor geprägt ist.
Wer trägt die Verantwortung für den bedenklichen Trend in der MINT-Ausbil-
dung? Die Wirtschaft, die heute laut den Fachkräftemangel beklagt, hat mit
einer restriktiven Einstellungspolitik im wirtschaftlichen Abschwung der 1990er
Jahre selbst viele junge Schulabgänger davon abgeschreckt, sich für ein
technischen Beruf und Studium zu entscheiden. Immerhin ist ein Lerneffekt
in der vergangenen Krise zu erkennen. Viele Fachkräfte wurden trotz Auf-
tragsrückgängen bei den Unternehmen weiterbeschäftigt bis der Aufschwung
kam. Dann sind da die Hochschulen, an denen noch die Vorstellung weit ver-
breitet ist, eigentlich seien nur die Besten gut genug für ein technisches oder
naturwissenschaftliches Studium. Die Abbrecherquoten, die weit über dem
Durchschnitt anderer Fächer liegen, sind die Konsequenz einer solchen Ein-
stellung. Doch gute Beispiele, etwa aus dem Wettbewerb des Stifterverban-
des, zeigen, dass auch hier ein Umdenken stattfindet, und Studienmotivation
und -vorbereitung zu wichtigen Themen in den Fachbereichen geworden sind.
Kaum verändert zeigt sich dagegen das Image von M, I, N und T. Eltern, Lehrer
und andere Vorbilder kokettieren zu oft mit ihren eigenen Unzulänglichkeiten in
Mathe oder Technik. Mit einer schlechten Note in Mathe zeigt man gerne, dass
man kein Streber war. Wer gibt dagegen freimütig zu, lesen und schreiben falle
ihm schwer? Diese MINT-Distanz prägt auch die Medienlandschaft. In Film und
Fernsehserien, die ein großes und junges Publikum ansprechen, finden Technik
und Naturwissenschaften nicht statt. MINT-Idole fehlen, solange die Jugendlichen
in den Teenie-Serien vor allem Designer oder Models werden wollen, solange
Kommissare ihre Fälle bevorzugt mit Körper- statt Technikeinsatz lösen und
Fernsehärzte eher Seelentröster als Anwender von Hightech-Medizin sind.
Das Bild des Technikbegeisterten bleibt das Bild eines isolierten Langeweilers
und Fachidioten. Amerikanische Fernsehserien wie "CSI" oder "Dr. House"
sind da einen Schritt weiter.
Deutschland ist ein MINT-Land. Noch. Nur die USA können mehr Nobelpreisträger in den Naturwissenschaften vorweisen. Wenn wir dieses Selbstverständnis als Land des Fortschritts und der Ingenieurskunst behalten wollen, müssen wir MINT-aktiv bleiben. Die Signale, die von einer Ignoranz dem Thema gegenüber ausgehen sind fatal. Denn erst die öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Ingenieurmangel hat dazu geführt, dass junge Leute in diesem Bereich wieder gute Berufschancen für sich sehen. Das Gerede von einer Fata Morgana kann diesen Effekt schnell wieder ins Gegenteil verkehren. Schluss damit.
Der Autor
Dr. Pascal Hetzeist im Stifterverband
Programmleiter für
Analysen und Inno-
vationspolitik.
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Aktuelle Studie
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Hintergründe zum
Ingenieurmangel
und Konzepte für
mehr MINT-Absol-
venten an deut-
schen Hochschulen
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Förderprogramm
Stifterverband und Heinz Nixdorf-
Stiftung fördern nachhaltige
Hochschulstrategien für mehr
MINT-Absolventen.
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Klarer Fall schrieb am 2011-03-17 22:35:42
Meine Generation ist unter den Eindrücken von Massenarbeitslosigkeit und Armut aufgewachsen. Meine Familie war selbst davon betroffen und so war meine einzige Überlegung bei der Berufswahl: „Wo gibt es sicher Arbeitsplätze und wo verdient man gutes Geld?“. Ich entschied mich für den Beruf des Wirtschaftsingenieurs und da ich niemanden kannte der mich hiervor hätte warnen können habe ich das Studium in 8 Semestern mit gutem Erfolg bestanden. Drei Jahre nach dem Abschluss, in der Realität angekommen musste ich feststellen, dass die hälfte meines Abschlussjahrgangs nun Arbeitslos war. Einige Studieren weiter, andere arbeiten in Zeitarbeitsfirmen als ungelernte Hilfskräfte oder beziehen ALG 2. Wo ist also Ihr Ingenieurmangel? Weder zeigt er sich bei den Chancen auf einem Arbeitsplatz noch bei den Gehältern. Alles was ich über den Ingenieurmangel höre sind abstruse Mangelberechnungen und inhaltlose Phrasen. Aber ich muss Ihnen doch in einem Teil Ihres Artikels Recht geben. Der Ingenieurmangel ist keine Fata Morgana, sonder eine dreiste Lüge.
Tom schrieb am 2011-05-02 11:59:37
Der Artikel ist eine Farce. Da wird zur Lohndrückerei wieder das Märchen vom Fachkräftemangel angetischt. Dazu kann ich nur das berühmte Zitat von Karl Brenke vom DIW anbringen: "Wir haben ja auch keinen Benzinmangel, weil wir den Liter nicht für einen Euro kriegen." Die Leiharbeitsfirmen, die wie Unkraut aus dem Boden sprießen und Ingenieure zur Umgehung des Kündigungsschutzes und der Tarifverträge an Firmen zu Dumpinglöhnen weitervermitteln, sind der klare Beweis, dass es einen Fachkräftemangel nicht gibt.
Marionette schrieb am 2011-05-04 10:22:14
- Der MINT-Beruf hat in Deutschland, dem Land der Ingenieure, nahezu jeden sozialen Status verloren, weil er als Teil der Realwirtschaft nur noch von der BWL be-herrscht wird, die die Wertschätzung nur nach aktuller Auftragslage managt, d.h., "hire and fire nach amerikanischem Muster" ! ----- - Das Nomadenleben von Arbeitskräften hinter dem Geld hinterher kann "nur" durch den "Reichweitenboom des INTERNET" und mittel- und langfristige Beschäfti-gungen von Ingenieuren, die die "alles entscheidende Umschlagstelle der Wissensschaft zur Produktion" sind, mit historisch langem Atem erreicht werden ! ------ - Alle Sozialgesetze der letzten 20- 30 Jahre haben den Ingenieur - vernichtet -, da es keinerlei "gesetzlichen Qualifikationsschutz" gibt, somit auch Ingenieure wie "Arbeitssklaven", wie Facharbeiter, gehändelt werden !!! ------ - Das aber läßt - kein Hochqualifizierter - mit sich machen, eher wandert er aus !!!
Pascal Hetze schrieb am 2011-05-06 17:38:07
Die Kommentatoren zeigen: Statistik kann nicht alle persönlichen Erfahrungen widerspiegeln, sie zeigt Trends und Durchschnittswerte auf. Aber ebenso wenig kann man von persönlichen Erfahrungen auf das große Ganze schließen. Insgesamt möchte ich deshalb drei Dinge festhalten: 1. Es stimmt: noch ist kein allgemeiner MINT-Mangel auf dem Arbeitsmarkt zu spüren. Aber kann man erst von einem Fachkräftemangel sprechen, wenn alle in bestbezahlten Jobs untergekommen sind? Nein, denn Jobs sind so unterschiedlich wie die Menschen, die eine Beschäftigung suchen. Wird ein Verfahrenstechniker in Stuttgart gesucht, ist dem arbeitslosen Bauingenieur in Bremen nur wenig geholfen. Kann die Stelle in Schwaben aber nicht adäquat besetzt werden, geht Wertschöpfung verloren. Demografie und geringe Absolventenzahlen werden diese Effekte und damit den spezifischen Fachkräftemangel weiter verstärken. 2. Richtig ist auch: Das Ingenieurhoch und kurzsichtige Personalpolitik haben in den 1990er Jahren für Frustration in den T-Berufen gesorgt. Das bestätigen heute auch viele Unternehmensvertreter. Nur: ein Fehler wird nicht durch Folgefehler korrigiert, wenn wir heute zu wenig in MINT ausbilden. 3. Schlechte Jobs als Argument gegen den Fachkräftemangel? Nur 3% aller Ingenieure sind arbeitslos. Ingenieure verdienen im Schnitt über 52.000 € im Jahr. Das ist kaum Lohndumping, ist mehr als Betriebswirte verdienen und liegt ein Viertel über dem Durchschnittseinkommen. Laut aktueller Studie des Stifterverbands gilt dieser Trend auch bei den Einstiegsgehältern von Bachelor-Absolventen. Nicht jede(r) mit einer MINT-Ausbildung kann sich auf sorgenfreie Zeiten einstellen. Und jede(r) sollte einen Beruf wählen, der ihr/ihm Freude bringt. Aber aus Arbeitsmarktsicht ist ein (MIN)T-Studium allemal eine gute Wahl. @ Tom: Zu Ostern war tatsächlich an vielen Tankstellen kein Benzin zu bekommen – Preise, und Löhne erst recht, sind eben in Realität nicht immer so flexibel, dass Engpässe vermieden werden.
Nix Da schrieb am 2011-05-26 15:18:27
http://www.youtube.com/watch?v=1aSoE-J-lvY und zu gleichen Zeit http://www.youtube.com/watch?v=IIV-P6K2t4M&playnext=1&list=PL2034E6B75A78C98A Ich hätt bitte gern eine logische Erklärung dafür
Frank Stäudner schrieb am 2011-06-06 14:56:06
Antwort an Nix Da vom Kommunikationschef des Stifterverbandes. Ich habe mir die Videos angesehen. Das eine zeigt, wie Audi "Leihingenieure" einsetzt, das andere zeigt einen Ausschnitt aus den Tagesthemen von 2008 zum Ingenieurmangel. Ich sehe keinen Widerspruch darin, dass die Wirtschaft einerseits den Fachkräftemangel beklagt und andererseits Unternehmen flexibler werden wollen und deshalb mit Zeitarbeitsfirmen zusammenarbeiten. Letzteres betrifft zunehmend auch Bereiche, in denen hochqualifizierte Leute eingesetzt werden. Allerdings hat der Einsatz von Leihingenieuren seine Grenzen - nämlich dort, wo das Kern-Know-how des Unternehmens berührt ist. Deshalb gehen im Bereich höherwertiger Leiharbeit die Rede von "Lohndumping" oder Outsorcing" an der Sache vorbei. Einen Zusammenhang gibt es aber doch: Die Gehälter der Leihingenieure werden um so mehr steigen, je drängender der Fachkräftemangel wird. Denn dann können sich die Absolventen die Jobs aussuchen.
wiki schrieb am 2011-10-04 12:04:58
ganz simple Methode: Anstatt eigentlich Uninteressierte und kinder- und tierbegeistertes "Weibsvolk" in technische Studienfächer zu locken, die sich eigentlich nicht dafür interessieren - könnte man einfach dafür Sorgen, dass die Abbrecherzahlen sinken - viele Unis und FHs sehen es immer als Qualitätskriterium, wenn in den ersten Semestern möglichst viele rausgeprüft werden. in den USA und anderswo will man, dass möglichst viele dabei bleiben, nicht das welche mit Absicht gehen - hierfür müsste man aber das Unterstützungssystem an den Unis und FHs ausbauen - z.B. Extrakurse etc. so wirds anderswo gemacht und die Qualität der Absolventen ist dort trotzdem nicht schlechter als hier. dann wäre das Problem gelöst: bereits Interessierte würden zu Ende studieren, es würde mehr Absolventen geben und die eigentlich Uninteressierten würden nicht in falsche Fächer gelockt werden. ich geh immernoch davon aus, dass diese Fächer von Interessierten studiert werden -- die Senkung der Abbrecherquote wäre am einfachsten, günstigsten und realistisch umsetzbar - wenn denn gewollt. kostet nur im ersten Moment halt ein bisschen Geld. Ale würden profitieren -der Möchtegernabsolvent, die Firmen, die wirklich nen Mangel haben -- und der Staat - nur die Uni hat im ersten Moment halt Mehrkosten.
unfug schrieb am 2011-10-08 11:02:55
Hallo, wir haben zuviele Ingenieure in Deutschland,deswegen sind auch soviele arbeitlos! Ich bin selber Dipl.Ing.(FH) für Informationstechnik und bin seit 5 Monaten arbeitlos. Ich habe ca. 60 Bewerbung geschrieben. Ergebnis 2 Vorstellungsgespräche. Das es keinen Mangel an Fachkräften gibt sieht man schon daher, das die Unternehmen von der Politik verlangen das der Lohn von Fachkräften aus dem Ausland, von 66000 auf 40000 gesenkt werden soll. Ein Unternehmen aus meiner Region will spanische Ingenieure anwerben, weigern sich aber einheimsiche einzustellen. Mir tun die Studenten leid, die jetzt ein MINT-Studium angefangen haben und in ein paar Jahren unter dem Schwinezyklus leiden müssen und arbeitlos sind. Also nix wie weg aus Deutschland!
Lars schrieb am 2012-01-16 16:19:36
Es gibt tausenden von arbeitslose ingenieure in Italien, Spanien, Griechenland, Rumänien... warum nicht ein Job in Deutschland , Holland oder Skandinavien suchen? Die Europäische Arbeitsmarkt konnte alles lösen, ob es keine sprach-barrieren gab... Jobsites wie www.EuroEngineerJobs.com kann das vielleicht teilweise lösen... (?)
Mangel-Ingenieur schrieb am 2012-02-09 22:41:42
Ich gebe zu, ich bin sehr spät dran. Dennoch: So ein Schwachsinnsartikel. Wenn ein Beruf heute und in der Vergangenheit massive Probleme hatte mit Arbeitslosigkeit und Gehaltsverfall dann der Ingenieurberuf. Wenn ein Beruf sehr naher Zukunft, tatsächlich heute, 2012 schon, in der Versenkung, Zeitarbeit und billiglöhnen verschwindet dann der Ingi-Beruf. Nicht ohne Grund lagern Bosch, Daimler, Porsche & Co. ihre "ach so wichtigen" Ingenieure in Billig-Engineering-GmbHs aus, welche sie dann noch - MBtech - verscherbeln. Mangel und Wichtigkeit ist anders. Eine zusätzliche Wahrheit gegen den Artikel und einige Kommentatoren hier: 1/4 aller Ingenieure arbeiten fachfremd. D. h. wir haben >25% reale Ingenieurarbeitslosigkeit. Das entspricht auch den "ach so falschen" beobachtungen von einigen hier.
Mangel-Physiker schrieb am 2012-03-04 05:18:17
Ich bin Diplom-Physiker und auch ich hatte grosse Schwierigkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Auch bei uns Physikern wurde immer behauptet, dass sie von der "Wirtschaft" händeringend gesucht seien. Dieses Geschwätz vom Fachkräftemangel ist eine unverschämte Lüge.
MBStudent schrieb am 2012-03-14 23:43:38
Wer sich wirklich für die wahren Tatsachen interessiert, dem kann ich nur diesen Artikel des Spiegels empfehlen und ich bin mir sehr sicher dass Sie sich auch auf meine Seite stellen werden, auf die Seite der "Verarschten". Der VDI hat nichts mit dem Wohl von MINT-Gebildeten zu tun. Ich kann ihnen auch die Kommentare zu diesem Artikel wärmstens empfehlen, dort finden sie sehr tolle Erfahrungswerte. http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/0,1518,821166,00.html Mit freundlichen Grüßen Ein Student kurz vor Beendigung seines MB Studiums und es jetzt schon bereut.
So ein Schwachsinn! schrieb am 2012-03-15 18:52:05
Wenn dem so wäre, müsste ich mich nicht mit bei einem Ingenieurdienstleister verdingen, sondern hätte inzwischen einen schönen, festen, sicheren Job in der "richtigen" Industrie. Eigentlich müssten sich doch sämtliche Personaler die Finger nach mir lecken: Jung, dynamisch und eine Frau! Was bekomme ich auf Bewerbungen zurück? Wir haben einen Bewerber, dessen Qualifikationen besser passen. (ja und jetzt dürfen alle Zyniker kommen und behaupten ich wollte als Frau alles angetragen bekommen!) Der Ingenieurmangel ist eine Erfindung von sämtlichen Verbänden wie dem VDI und der Industrie um die Löhne und die Jobsicherheit zu vernichten. (und wenn ich vernichten schreibe, meine ich vernichten!) Just my 2 cents!